Medienbericht BER-Eröffnung wird wieder verschoben

Der neue Eröffnungstermin des Berliner Großflughafens steht auf der Kippe. Einem Bericht des „Tagesspiegel“ zufolge ist der angepeilte 17. März 2013 nicht zu halten. Die Betreiber halten bislang noch an dem Termin fest.
Update: 14.08.2012 - 17:28 Uhr 15 Kommentare
Weiterhin eine Baustelle: Die Eröffnung des Großflughafens Berlin verschiebt sich offenbar weiter. Quelle: dpa

Weiterhin eine Baustelle: Die Eröffnung des Großflughafens Berlin verschiebt sich offenbar weiter.

(Foto: dpa)

BerlinDie Eröffnung des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg soll nach Erkenntnissen der Grünen erneut verschoben werden. Der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Anton Hofreiter (Grüne), sagte dem „Tagesspiegel“: „Nach meinem Kenntnisstand ist der 17. März 2013 vom Tisch.“ Bei der Sitzung des Flughafen-Aufsichtsrats an diesem Donnerstag solle beraten werden, „wie es weitergeht und ob ein neuer Termin genannt werden kann“.

Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums sagte auf Anfrage am Dienstag lediglich: „Die Frage des Eröffnungstermins ist Gegenstand des Aufsichtsrats.“ Zweifel am 17. März 2013 als neuem Termin bestehen seit längerem. Der gerade vom größten deutschen Flughafen in Frankfurt geholte neue Technikchef soll die Zeitpläne klären.

Für die Betreiber des Hauptstadtflughafens gilt dagegen weiterhin der 17. März 2013 als Starttermin für den Airport. „Am Stand der Dinge hat sich nichts geändert“, sagte Sprecher Ralf Kunkel am Dienstag. Kunkel sagte, der neue Flughafen-Technikchef Horst Amann prüfe noch, ob der Termin einzuhalten sei.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters werde der Aufsichtsrat bei seiner Sitzung am Donnerstag den Termin im März voraussichtlich nicht offiziell absagen und daher auch keinen neuen nennen.

Stattdessen werde es aber eine Verständigung auf eine Brückenfinanzierung für die Flughafengesellschaft FBB geben. Die Eigentümer würden eine Erklärung zur finanziellen Rückendeckung für die FBB abgeben, mit der Banken dann rund 430 Millionen Euro zur Verfügung stellen würden. Damit könnte die Gesellschaft bis weit ins kommende Jahr wirtschaften, sagte ein mit den Gesprächen Vertrauter.
Durch die wiederholte Verschiebung der Inbetriebnahme kommen zudem auf die öffentliche Hand erhebliche Zusatzkosten zu. Bislang werden die Mehrkosten auf 1,17 Mrd. Euro beziffert. Bei einer erneuten Verzögerung dürfte auch diese Summe nicht ausreichen. Ursprünglich sollte der neue Großflughafen in Schönefeld rund 2,5 Mrd. Euro kosten.

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15 Kommentare zu "Medienbericht: Eröffnungstermin des Hauptstadtflughafens wankt"

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  • Falsches Forum. Macht keinen Sinn, seinen agitatorischen Stuttgarter Blind-Hass-Spam überall reinzupasten.... Passt hier leider nicht.

    Hier geht es um um BERLIN und das Versagen der Aufsichtsrats-Nullnummern Wowi und Platzi, die seit Jahren dabei sind, wissend und wichtigtuerisch dreinschauen aber null Qualifikation für den Job haben.

    Die Kostenexplosion von 1.7 auf 4.2 Mrd und die schleichenden Terminüberschreitungen unter dem Deckmantel der "Brandsicherheit" hätten längst aufsichtsratsseitig moniert werden müssen.

    Diese beiden politischen und ökonomischen Schwachmathen bevorzugten aber das Totschweigen und Aussitzen. Von den hat keiner das Format zum Rücktritt !

  • Was würde passieren, wenn die SPD an die Macht kommen würde? Eine Horrorvorstellung. Wenn nichtmal ein Flughafen plangemäß eröffnet werden kann. Man will garnicht daran denken, was wäre, wenn die Olympischen Spiele in Deutschland stattgefunden hätten, mit Vovereit. Peinlich, und die Welt hätte zugesehen, wie das Organisationsvermögen der SPD, und damit der Deutschen ist.
    Man muß sich ja schämen, damals der SPD die Stimme gegeben zu haben.

  • Stuttgart21 ist jetzt schon ein Mahnmal für Arroganz,Fehlplanung,
    Machtmißbrauch!Erst werden Schüler mit Wasserwerfer,Knüppel und Pefferspray aus dem Park geworfen und dann wird klar -es gibt kein Baurecht-es gibt kein Grundwassermanagment-es gibt niemanden der die Tunnel bauen will-alle Planungen liegen um Jahre zurück und sind zum Teil noch nicht abgeschlossen und das nach 20Jahren.Das Projekt ist veraltet und technisch überholt!Es kostet zuviel und bringt nichts!Störanfällige Tunnelstrecken enge Bahnsteige und Umsteigezeiten die nicht realisierbar sind!Verschlechterung des gesamten Nahverkehrs und unmögliche Anschlüße an andere Züge!Einen Taktfahrplan nach Schweizer Vorbild wird in diesem Banhhof niemals möglich sein!Stuttgart 21 ist ein Symbol der Murkserei auf höchstem Niveau es ist das größte Disaster der Bahngeschichte!

  • Vielleicht werden wir uns an dieses Trauerspiel als déja-vu-Ereignis erinnern, wenn es um die Fertigstellung und die Kosten von Stuttgart21 geht.
    Es könnte aber auch die Elbphilharmonie oder die Sanierung des Stuttgarter Schauspielhauses sein.
    Die Parallele und Verwandtschaft ist jetzt schon absehbar!

  • Man glaubt es kaum, aber das Schicksal des Euro hängt zur Zeit an 4 Bundesländern.

  • Der Flughafen der Hauptstadt ist ein Mahnmahl für den Zustand des Staates. Die Phrase "Wir übernehmen die Verantwortung" hat mit Verantwortungsbewußtsein soviel zu tun sie Diäten mit Abnehmen.

  • Es ist einfach lächerlich!!

    Das Schlimme ist, irgendwie bezahlen es doch die Geberländer. Eigentlich müssten die es sein, die Anteilseigner sind, und nicht die Schuldenbuckelländer.

  • Irgendwas ist Faul im Staate Berlin!!

    Seid Jahren lebt Berlin über seine Verhältnisse. Lässt sich von den anderen BIrgeundesländer aushalten und die Projekte, die sie selbst verantworten sollen, gehen alle schief.

    Irgendwas ist Faul im Staate Berlin.

  • Klaus Wowereit und Kurt Beck. Die Antwort der SPD auf die Schuldenkrise. Griechenland ist überall ;-)

  • Das Desaster am Berliner Flughafen zeigt, was passiert, wenn Politiker als Laienschauspieler Grossprojekte führen. Zumindest Wowereit sollte jetzt mal abtreten.

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