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Medienbericht Mehr als 20 Karstadt-Filialen droht die Schließung

Karstadt leidet seit Jahren unter sinkenden Umsätzen und roten Zahlen. Aufsichtsratschef Stephan Fanderl kündigt nun schmerzhafte Einschnitte an. Jedem vierten Haus droht laut einem Zeitungsbericht die Schließung.
14.07.2014 Update: 15.07.2014 - 08:04 Uhr 1 Kommentar

Jeder vierten Karstadt-Filiale droht das Aus

Essen Karstadt-Aufsichtsratschef Stephan Fanderl stimmt die 17 000 Mitarbeiter der angeschlagenen Warenhauskette auf tiefe Einschnitte in das Filialnetz ein. Es gebe zwar noch keine konkreten Schließungsbeschlüsse, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ („FAZ“/Dienstag). „Aber das Unternehmen macht sich seit einiger Zeit berechtigte Sorgen um die Profitabilität von mehr als 20 Häusern.“ Das entspricht etwa einem Viertel der bundesweit 83 Karstadt-Häuser.

„Es wird schmerzhafte Einschnitte geben müssen, um dem gesunden Kern eine Zukunft zu geben“, betonte Fanderl in einem Gespräch mit der „FAZ“. Mit Einschnitten sei auch in der Essener Hauptverwaltung und in der Logistik zu rechnen. „Es ist klar, dass Karstadt in der derzeitigen Situation alles auf den Prüfstand stellen muss“, sagte Fanderl. „Die Kraft der Karstadt-Filialen, zu hohe Zentral- und Logistikkosten zu tragen, ist genauso begrenzt wie die Fähigkeit, auf Dauer eine zu große Zahl unprofitabler Standort zu betreiben.“

Das Management arbeite mit Hochdruck daran, dem Aufsichtsrat und den Arbeitnehmergremien „zeitnah“ ein umfassendes und belastbares Sanierungskonzept vorzuschlagen. Mit allen Vertragspartnern des angeschlagenen Warenhausunternehmens sollen Gespräche geführt werden.

Mit dem Warenkreditversicherer des Unternehmens sei eine Verlängerung des Vertrages um ein Jahr erreicht worden. Damit ist das für das Unternehmen besonders wichtige Weihnachtsgeschäft gesichert. Karstadt habe auch genug Liquidität und sei handlungsfähig, versicherte Fanderl. Karstadt verdiene aber „über die Ladenkasse noch immer kein Geld“.

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    Konzernchefin Eva-Lotta Sjöstedt, die als große Hoffnungsträgerin galt, räumte bereits nach weniger als fünf Monaten ihre Platz. Sie sehe keine Basis mehr für den von ihr angestrebten Sanierungsprozess, hatte die Schwedin überraschend Anfang vergangener Woche erklärt. Arbeitnehmervertreter zeigten sich schockiert. Verdi forderte die Eigentümer auf, ihre Pläne auf den Tisch zu legen und zu investieren.

    „In der Regel erfolglos“
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