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Medienbericht Sana hat Anteile an Rhön-Klinikum gekauft

Der Kampf um die Rhön-Klinikum bleibt spannend: Um eine Übernahme des Krankenhausbetreibers durch den Gesundheitskonzern Fresenius zu verhindern, soll nun auch der Sana-Konzern Aktien gekauft haben.
11.07.2012 Update: 12.07.2012 - 11:30 Uhr Kommentieren
Begehrte Anteile bei Klinikbetreibern: Aktien der Rhön-Klinikum AG. Quelle: dpa

Begehrte Anteile bei Klinikbetreibern: Aktien der Rhön-Klinikum AG.

(Foto: dpa)

Frankfurt/Main Der Übernahmeversuch des Krankenhausbetreibers Rhön durch Fresenius hält die Klinikkonzerne in Deutschland weiter in Atem. Inzwischen soll sich nach Asklepius auch der viertgrößte Klinikbetreiber Sana eingeschaltet haben: Sana habe Anteile an Rhön aufgekauft, berichtete die „Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf Branchenkreise. Eine Firmensprecherin äußerte sich am Donnerstag nicht dazu. „Wir kommentieren Aktienkäufe nicht“, sagte sie am Firmensitz in Ismaning bei München. Zugleich betonte sie aber, Sana verstehe sich als Konsolidierer in der Branche.

Mit einem Einstieg von Sana hätte Rhön-Klinikum alle drei großen Wettbewerber aus der privaten Klinikbranche im Aktionärskreis. Die genaue Verteilung ist aber unklar. Erst ab einer Schwelle von drei Prozent muss ein Aktionär seinen Anteil öffentlich machen. Ein erneuter Übernahmeversuch durch Fresenius dürfte mit der neuen Aktionärsstruktur noch schwieriger werden. An der Börse sorgte dies am Donnerstagmorgen für Kursabschläge bei Rhön und Fresenius.

Das Ringen um Rhön war im April eröffnet worden: Damals bot der Medizinkonzern Fresenius über seine Kliniktochter Helios 3,9 Milliarden Euro einschließlich Schulden. Das war aber davon abhängig, dass 90 Prozent der Aktien angedient würden. Um den Deal zu verhindern, schaltete sich Konkurrent Asklepios ein: Er teilte kurz vor Ablauf der Annahmefrist Ende Juni mit, mehr als fünf Prozent an Rhön-Klinikum erworben zu haben. Fresenius kaufte seinerseits mehr als drei Prozent Anteile am Markt auf, verfehlte aber die Annahmequote und scheiterte damit vorerst. Dennoch will der Konzern weiter an einer Fusion arbeiten.

Helios, Rhön und Asklepios formen das etwa gleich große Trio der größten privaten Klinikbetreiber in Deutschland - mit jeweils 2,6 bis 2,7 Milliarden Euro Jahresumsatz. Als Nummer vier folgt Sana mit 1,6 Milliarden Euro Umsatz und rund 48 Krankenhäusern in Deutschland. Sämtliche Wettbewerber hinter diesem Quartett sind weit abgeschlagen.

Nervenschlacht um Rhön-Klinikum

Die Rhön-Klinikum ist einer der größten Klinikbetreiber in Deutschland. Zu dem Unternehmen mit Sitz im fränkischen Bad Neustadt gehören mehr als 50 Kliniken mit rund 16 000 Betten sowie 39 medizinische Versorgungszentren. Durch den Zusammenschluss mit Fresenius wollte das Unternehmen in eine neue Dimension wachsen. Rhön-Gründer Eugen Münch, der gemeinsam mit seiner Frau 12,45 Prozent der Anteile hielt, hat die Übernahme selbst eingefädelt und auch den Unternehmensvorstand auf die Fresenius-Seite gebracht.

  • dpa
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