Medienkonsum Unabhängige Verlage kämpfen um ihre Existenz

Unabhängige Verlage haben es auf dem Markt zusehends schwer. Das bedroht auch die Vielfalt der deutschen Literaturszene.
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Unabhängige Verlage fordern mehr Unterstützung, um auf dem Markt weiter eine Chance zu haben. Quelle: dpa
Buchhandel

Unabhängige Verlage fordern mehr Unterstützung, um auf dem Markt weiter eine Chance zu haben.

(Foto: dpa)

DüsseldorfUnabhängige Verlage sehen sich durch Monopolisierungen auf dem Buchmarkt und Ausschluss aus dem Sortiment vieler Buchhandlungen in ihrer Existenz bedroht. Dadurch sei die Vielfalt der Verlags- und Literaturszene bedroht, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten „Düsseldorfer Erklärung“. Mehr als 60 unabhängige Verleger aus ganz Deutschland hatten die Erklärung nach einer Tagung auf Einladung der Kunststiftung NRW verabschiedet.

„Durch die starken Veränderungen im Medienkonsum geht auch die junge Generation zunehmend dem Buch verloren“, heißt es weiter. Belastet würden die kleinen Verlage auch durch das Urteil des Bundesgerichtshofs, das zum Wegfall der Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaft VG Wort geführt und sie zu Rückzahlungen verpflichtet habe.

Die Verleger schlugen vor, analog zum Deutschen Buchhandlungspreis einen Preis für unabhängige und inhabergeführte Verlage zu einzurichten, deren Jahresumsatz drei Millionen Euro nicht übersteige. In anderen europäischen Länder gebe es das bereits. Ende Januar hatte auch Hessen erstmals einen mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Preis für unabhängige Verlage ausgelobt.

Außerdem sollten die unabhängigen Verlage durch eine Kampagne in der Öffentlichkeit sichtbarer gemacht werden. Auf der Buchmesse in Leipzig Mitte März wollen die Verlage auf ihre Situation aufmerksam machen.

Kleine Verlage entdeckten und förderten Autoren und Autorinnen und sie entwickelten neue literarische Formen, hieß es. Sie seien innovativ, entdeckungsfreudig und vermittelten Literatur auch aus „kleinen“ Sprachen.

  • dpa
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