Medimax und Notebooksbilliger.de Media Markt und Saturn bekommen Konkurrenz

Medimax und Notebooksbilliger.de verbünden sich. Sie folgen einem weltweiten Trend: Nur auf einen Vertriebskanal zu setzen, reicht nicht mehr aus.
Kommentieren
Notebooksbilliger.de hofft, von der Zusammenarbeit mit den mehr als 120 Standorten von Medimax zu profitieren. Quelle: Imago
Medimax-Filiale in Hannover

Notebooksbilliger.de hofft, von der Zusammenarbeit mit den mehr als 120 Standorten von Medimax zu profitieren.

(Foto: Imago)

MünchenHeute hier, morgen dort: Mal kaufen die Kunden im Internet, mal in einer Filiale. Deshalb schließen sich jetzt die Elektronikkette Medimax und der Onlinehändler Notebooksbilliger.de zusammen.

Die beiden Unternehmen werden eine gemeinsame Holding gründen, in der sie ihr Geschäft bündeln, teilten sie an diesem Freitagmorgen mit. Den Angaben zufolge entsteht ein Unternehmen mit mehr als 120 Standorten. Ziel sei es, zwei Milliarden Euro Umsatz zu erreichen.

Marktführer Ceconomy könnte dadurch ein schlagkräftiger Konkurrent erwachsen. Der Eigentümer von Media Markt und Saturn leidet unter sinkenden Umsätzen und musste jüngst seine Gewinnprognose zurücknehmen. Die Ingolstädter kämpfen seit Jahren mit dynamischen Internetanbietern wie Amazon, aber auch Notebooksbilliger.de.

Der Aktienkurs ist dieses Jahr um rund die Hälfte gefallen. Auch am Freitagmorgen ging es weiter bergab, der Kurs gab rund ein Prozent auf 6,15 Euro nach.

Notebooksbilliger.de ist der Mitteilung zufolge der umsatzstärkste deutsche Elektronikhändler im Internet, Medimax gehöre zu den größten stationären Elektronikketten. „Die Kombination der Online-Vielfalt von Notebooksbilliger.de mit der fachmännischen und lokalen Kompetenz der Medimax-Märkte wird unsere Kunden begeistern“, sagte Frank Kretzschmar, Vorstand von Medimax.

Es sei heute unerlässlich, den Kunden die gewünschten Produkte so schnell wie möglich zu einem guten Preis am richtigen Ort zur Verfügung zu stellen. Daher müssten sich Internethändler und lokal verwurzelte Ketten zusammentun.

Die zwei Firmen folgen damit einem Trend, der weltweit zu beobachten ist. Stationäre Händler bauen ihr Internetgeschäft aus, Online-Anbieter investieren in Filialen. Gerade erst hat Amazon einen sogenannten „Vier-Sterne“-Laden in New York eröffnet. Das Geschäft führt die beliebtesten Produkte, denen die Kunden im Internet mindestens vier Sterne verliehen haben.

Der Internetkonzern aus Seattle hat schon zuvor eigene kassenlose Geschäfte getestet, die Bio-Supermarkt-Kette Wholefoods gekauft und Pop-Up-Läden und Kioske in verschiedenen Shopping-Malls ausprobiert.

Notebooksbilliger.de hofft, von der Zusammenarbeit mit den mehr als 120 Standorten von Medimax zu profitieren. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren bereits fünf eigene Geschäfte eröffnet. Außerdem könne sein Unternehmen das Sortiment ausbauen, meint Arnd von Wedemeyer, Mehrheitsaktionär der Notebooksbilliger.de AG.

Firmenangaben zufolge beschäftigt Notebooksbilliger.de 900 Mitarbeiter und wird dieses Jahr mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erzielen. Das Unternehmen vertreibt vor allem Computer. Medimax bietet demgegenüber auch Kaffeemaschinen an, Geschirrspüler oder Rasierer.

Medimax könne seine Kunden künftig professioneller über die digitalen Kanäle ansprechen, so Michael Haubrich, Medimax-Vorstand. Das Unternehmen ist Teil der Verbundgruppe Electronic Partner der Unternehmerfamilie Haubrich. Electronic Partner ist bereits an Notebooksbilliger.de beteiligt.

Startseite

Mehr zu: Medimax und Notebooksbilliger.de - Media Markt und Saturn bekommen Konkurrenz

0 Kommentare zu "Medimax und Notebooksbilliger.de: Media Markt und Saturn bekommen Konkurrenz"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%