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Megaschiffe Groß, größer, „Zoe“

Schiff der Superlative: Die „MSC Zoe“ ist dreimal so lang wie der Hamburger Michel hoch ist – und damit das größte Schiff der Welt. Nun wurde sie getauft. Doch der Wettlauf um die Größe der Schiffe birgt auch ein Problem.
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Die MSC Zoe läuft in den Hamburger Hafen ein: Es ist das größte Containerschiff der Welt. Quelle: dpa
Weltgrößtes Containerschiff «MSC Zoe» in Hamburg

Die MSC Zoe läuft in den Hamburger Hafen ein: Es ist das größte Containerschiff der Welt.

(Foto: dpa)

Hamburg/Düsseldorf Das größte Containerschiff der Welt ist in Hamburg auf den Namen „MSC Zoe“ getauft worden. Taufpatin und Namensgeberin ist die vierjährige Zoe Vago, eine Enkelin des Firmengründers und MSC-Vorstandsvorsitzenden Gianluigi Aponte.

Der Koloss ist 395 Meter lang, 59 Metern breit und hat eine Ladekapazität von 19.224 Standard-Containern (TEU). Wie es im Unternehmen üblich ist, wird das Schiff nach einem Familienmitglied des Gründers und Vorstandschefs Gianluigi Aponte benannt. Taufpatin und Namensgeberin ist ist seine vierjährige Enkeltochter Zoe Vago. Das Schiff soll Hamburg in Richtung Antwerpen und Asien verlassen.

Das Mega-Schiff, das von der Daewoo Shipbuilding and Marine Engineering (DSME), einer Werft im südkoreanischen Okpo, gebaut wurde, steht beispielhaft für den Wettlauf der Reedereien nach Größe – und den damit verbundenen Niedergang der Branche. Nur wer die effizientesten Schiffe hat, kann im harten Wettbewerb auf den Weltmeeren bestehen. Als zweitgrößte Container-Reederei der Welt nach Maersk hat die italienisch-schweizerische MSC dabei gute Chancen. In diesem Jahr ist es schon ihr dritter Ozeanriese, der mit mehr als 19.000 TEU in See sticht.

Das sind die Giganten der Meere
Containerschiff "MOL Triumph" im Hamburger Hafen
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Das Containerschiff „MOL Triumph“ legte am Abend (15. Mai 2017) in Hamburg am Terminal Burchardkai an. Mehr als 20.000 Standardcontainer (TEU) kann der Gigant laden, doch die vergleichsweise flache Elbe ließ nur eine Fahrt mit gut der Hälfte der maximalen Kapazität zu.

(Foto: dpa)
„MOL Triumph“ auf dem Weg zum Hamburger Hafen
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Mit 400 Metern Länge gehört die „MOL Triumph“ zu den größten Schiffen weltweit, wie der weitere Überblick zeigt.

(Foto: dpa)
Die „Cosco Shipping Panama“ fährt in den Panamakanal ein
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Das chinesische Containerschiff „Cosco Shipping Panama“ befuhr im Juni 2016 als erstes Schiff den ausgebauten Panamakanal. Neun Jahre nach Beginn des Ausbaus wurde die Wasserstraße damit offiziell für Schiffe der sogenannten Postpanamax-Klasse freigegeben. War es bis dahin nur Schiffen mit einer Ladekapazität von bis 4400 Containern möglich, den Kanal zu benutzen, so können mittlerweile Großschiffe mit bis zu 14.000 Containern die Wasserstraße befahren.

(Foto: AP)
COSCO Shipping Panama
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Mit einer Länge von 300 Metern und fast 50 Meter Breite zählt die COSCO Shipping Panama sicher zu den Giganten der Meere.

(Foto: AP)
Containerschiff „MSC Zoe“
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Die MSC Zoe beim Einlaufen in den Hamburger Hafen im August 2015. Sie ist mit 395 Metern Länge und 59 Metern Breite zwar knapp nicht das größte Containerschiff der Welt, was die Abmessungen betrifft. Ihre 19.224 Standardcontainer (TEU) bedeuten zu Zeitpunkt ihrer Indienststellung aber Weltrekord in Sachen Transportkapazität. Der Frachter wurde auf der de Daewoo-Werft in Südkorea für die Reederei MSC (Mediterranean Shipping Company) gebaut.

(Foto: dpa)
UASC Barzan
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In Sachen Abmessungen spielen die Containerschiffe der UASC A18 in der Champions League. 400 Meter lang und fast 60 Meter breit sind die Giganten der in Kuwait ansässigen Reederei United Arab Shipping Company. Die maximale Ladung liegt bei 18.800 TEU. (Foto: Frank Schwichtenberg/Schwicht de Burgh Photography; CC BY 3.0)

P&O Nedlloyd Tasman
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Als die "P&O Nedlloyd Tasman" im Jahr 2000 die Werft in Warnemünde verließ, war sie das größte jemals in Deutschland gebaute Containerschiff. Heute liegt das knapp 280 Meter lange Schiff eher im Mittelfeld der Containerriesen, seine Ladekapazität beträgt 5468 TEU. Die Abkürzung TEU (Twenty Feet Equivalent Unit) bezeichnet einen Standardcontainer von 20 Fuß (6,058 Meter) Länge und 8 Fuß (2,438 Meter) Breite.

(Foto: ap)

Die „MSC Zoe“, die dreimal so lang ist wie der Hamburger Michel hoch, ist eines von drei baugleichen Containerschiffen. Die „MSC Oscar“ und die „MSC Oliver“ wurden schon im Frühjahr 2015 in Dienst gestellt. Zuletzt hatte die „Oskar“ den neuen Tiefseehafen in Wilhelmshaven angelaufen.

Vollbeladen allerdings kann die „MSC Zoe“ den Hamburger Hafen nicht erreichen. Weil die geplante Vertiefung der Elbe bislang vor den Gerichten scheiterte, lässt der Fluss nur Schiffe mit einem Tiefgang von maximal 13,50 Metern zu – und das auch nur bei Flut. Die Mega-Containerschiffe kommen nur dann damit klar, wenn sie zu einem Teil entladen sind.

Der technische Fortschritt heizt den Wettbewerb um die größten Containerschiffe der Welt an. Weil Techniker und Ingenieure Antriebsachsen und Schiffsgetriebe stabilisierten und Motoren verbesserten, wurden in den vergangenen Jahren immer größere Ozeanriesen möglich. 1990 noch bauten die Werften Schiffe für maximal 4.800 TEU, 1997 knackten sie die Grenze von 8.000. Seit den vergangenen zehn Jahren wuchs die Länge weiter von 300 auf 400 Meter, die Breite von 40 auf nun auf fast 60 Meter.

Weil pro Container weniger Schiffsbesatzung und Diesel benötigt wird, sanken die Transportkosten um rund ein Drittel. Reedereien, die nicht auf die Mega-Pötte umstellten, gerieten wirtschaftlich ins Hintertreffen.

Reedereien kämpfen ums Überleben
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3 Kommentare zu "Megaschiffe: Groß, größer, „Zoe“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich bin schwer angetan von Ihren Foren-Moderatoren. Schnell, aufmerksam (wie hier, und dann wird's tatsächlich korrigiert), wenig Zensur...

    Wie schon in meiner letzten Mail stand, wenn jetzt noch die nervige Aktualisierungsmeldung wieder abgeschafft wird und die Funktion, wenn man auf einer Seite ganz nach unten scrollt, dass man automatisch zurück zur Hauptseite geschickt wird - dann muss ich ernsthaft in Erwägung ziehen, das Premium-Abo nach dem Probemonat zu verlängern.

  • Sehr geehrter Nutzer,

    danke für Ihren Hinweis. Wir haben die Stelle bereits korrigiert.

    Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion

  • Nennt mich einen Korinthenkacker, aber ich finde es wichtig, auszuschreiben, dass der Kahn 3x SO LANG ist wie der Michel hoch.

    So, wie es jetzt im Header des Artikels steht, würde ich sagen, ist es schlicht falsch

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