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Megaschiffe Groß, größer, „Zoe“

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Reedereien kämpfen ums Überleben

Nicht tief genug: Riesen-Containerschiff passt nicht auf die Elbe

Das damit verbundene Problem: Der Wettlauf um die größten Schiffe erzeugt massive Überkapazitäten auf den Weltmeeren, die Frachtraten sackten am 23. Juni diese Jahres auf Rekordtief. 331 Dollar wurden an diesem Tag nur noch für einen Standardcontainer von Fernost nach Nordeuropa bezahlt. Zwölf Monate zuvor hatte die Frachtrate noch bei 602 Dollar gelegen.

„Die Importe aus Asien sind massiv eingebrochen“, berichtet Bodo Knop, Managing Partner der Düsseldorfer Logistikberatung SRTS. „Weil sich chinesische Lieferanten in Dollar bezahlen lassen, hat der schwache Euro für drastische Preiserhöhungen gesorgt.“ Die Nachfrage nach Transportkapazitäten ist seitdem drastisch zurückgegangen, die Frachtraten brachen ein.

Dabei kämpfen viele Reedereien schon jetzt ums Überleben – oder werden von ihren Heimatländern massiv subventioniert. Auch regelmäßige Preisabsprachen, die von den Wettbewerbsbehörden geduldet werden, helfen nur noch wenig. Anfang Juli einigten sich die Reedereien darauf, die Frachtraten für den Containertransport von Asien nach Nordeuropa auf 879 Dollar zu erhöhen. Am 27. Juli jedoch durchbrach der Preis die 400-Dollar-Marke schon wieder nach unten.

Ein Wachstumsende bei den Mega-Schiffen aber ist längst nicht in Sicht. Im April standen 52 Mega-Schiffe mit mehr als 18 000 TEU in den Auftragsbüchern der Werften. Das größte von ihnen soll 2017 ausgeliefert werden und misst 21.100 TEU. Das von OOCL aus Hongkong georderte Schiff ist damit noch um einiges größer als die „MSC Zoe“. Im Jahr 2020, glauben Experten des Internationalen Transportforums (ITF), werden Schiffe mit 24.000 Standardcontainern vom Stapel laufen.

Die Schiffsbranche, könnte man meinen, schaufelt sich damit ihr eigenes Grab. Denn die zunehmenden Überkapazitäten führen weltweit zu Dumping-Angeboten – und in der Folge zu empfindlichen Umsatzausfällen.

Laut einer Studie der Unternehmensberatung Alix Partners („2015 Container Shipping Outlook“) gingen die Erlöse der 15 größten börsennotierten Container-Reedereien vergangenes Jahr um drei Prozent zurück. Im Jahr zuvor waren sie bereits um fünf Prozent abgeschmolzen. Verglichen mit dem Vorkrisen-Jahr 2008 fehlten den Top 15 vergangenes Jahr sogar mehr als 200 Milliarden Dollar, was einem Minus von 16 Prozent gleichkommt. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank – trotz massiver Sparbemühungen – um sieben Prozent.

Über das große Geschäft freuen sich andere
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3 Kommentare zu "Megaschiffe: Groß, größer, „Zoe“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich bin schwer angetan von Ihren Foren-Moderatoren. Schnell, aufmerksam (wie hier, und dann wird's tatsächlich korrigiert), wenig Zensur...

    Wie schon in meiner letzten Mail stand, wenn jetzt noch die nervige Aktualisierungsmeldung wieder abgeschafft wird und die Funktion, wenn man auf einer Seite ganz nach unten scrollt, dass man automatisch zurück zur Hauptseite geschickt wird - dann muss ich ernsthaft in Erwägung ziehen, das Premium-Abo nach dem Probemonat zu verlängern.

  • Sehr geehrter Nutzer,

    danke für Ihren Hinweis. Wir haben die Stelle bereits korrigiert.

    Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion

  • Nennt mich einen Korinthenkacker, aber ich finde es wichtig, auszuschreiben, dass der Kahn 3x SO LANG ist wie der Michel hoch.

    So, wie es jetzt im Header des Artikels steht, würde ich sagen, ist es schlicht falsch

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