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Mehr Starts und Landungen Ausländische Airlines schieben deutschen Luftverkehr an

Günstiges Kerosin und starke Konkurrenz der Airlines machen das Fliegen für die Kunden attraktiv. Flughäfen erfreuen sich wachsender Passagierzahlen. Doch bei den deutschen Airlines hält sich die Freude in Grenzen.
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In der Vergangenheit haben Fluggesellschaften häufig versucht, steigende Passagierzahlen mit größeren Fliegern aufzufangen. Inzwischen reicht das nicht mehr aus. Quelle: dpa
Mehr statt größer

In der Vergangenheit haben Fluggesellschaften häufig versucht, steigende Passagierzahlen mit größeren Fliegern aufzufangen. Inzwischen reicht das nicht mehr aus.

(Foto: dpa)

Berlin Von den deutschen Flughäfen heben wieder mehr Flugzeuge ab. Im ersten Halbjahr 2015 gab es 980.000 Starts und Landungen, ein Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Jahrelang hatten die Fluggesellschaften zusätzliche Passagiere mit größeren Maschinen abgefangen, die Zahl der Starts und Landungen ging sogar zurück. Seit dem vergangenen Jahr sind zusätzliche Flugzeuge nötig, um die wachsenden Fluggastzahlen zu bewältigen. Die Branche erwartet eine weitere Zunahme im zweiten Halbjahr.

Neue Strecken und dichtere Takte würden vor allem von ausländischen Gesellschaften aufgebaut. Der Luftverkehrsstandort Deutschland bleibe im europäischen Vergleich Mittelmaß, hieß es beim BDL. Die Margen von Lufthansa und Air Berlin seien unterdurchschnittlich, was die Branche auf Nachtflugverbote und die Luftverkehrssteuer zurückführt.

Knapp 100,6 Millionen Passagiere nutzen im ersten Halbjahr die deutschen Flughäfen, ein Zuwachs von 4,4 Prozent, wie die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) mitteilte. Vergleichsweise langsam stieg nach BDL-Angaben die Zahl der Passagiere der deutschen Airlines mit 0,8 Prozent auf 71,8 Millionen.

Bis auf Bremen und Münster/Osnabrück verzeichneten alle Flughäfen Zuwächse. Am stärksten wuchsen die von Billigfliegern dominierten Airports Schönefeld, Weeze und Hahn.

Das sind die besten Flughäfen Deutschlands
Platz zehn: Flughafen Berlin-Tegel
1 von 11

Insgesamt: Punkte 54,6/100, Note ausreichend

Flugangebot: Punkte 12,9/25, Note mangelhaft
Aufenthaltsqualität: Punkte 11,2/25, Note mangelhaft
Prozesse: Punkte 13,4/30, Note mangelhaft
Service: Punkte 17,1/20, Note sehr gut

(Foto: dpa)
Platz neun: Flughafen Stuttgart
2 von 11

Insgesamt: Punkte 66,3/100, Note befriedigend

Flugangebot: Punkte 13,5/25, Note ausreichend
Aufenthaltsqualität: Punkte 16,7/25, Note befriedigend
Prozesse: Punkte 19/30, Note befriedigend
Service: Punkte 17,1/20, Note sehr gut

(Foto: dpa)
Platz acht: City Airport Bremen
3 von 11

Insgesamt: Punkte 67,3/100, Note befriedigend

Flugangebot: Punkte 8,3/25, Note ungenügend
Aufenthaltsqualität: Punkte 17,1/25, Note befriedigend
Prozesse: Punkte 26,6/30, Note sehr gut
Service: Punkte 15,3/20, Note gut

(Foto: ap)
Platz sieben: Airport Nürnberg
4 von 11

Insgesamt: Punkte 68,7/100, Note befriedigend

Flugangebot: Punkte 10,2/25, Note ungenügend
Aufenthaltsqualität: Punkte 16,4/25, Note befriedigend
Prozesse: Punkte 26,1/30, Note sehr gut
Service: Punkte 16/20, Note gut

(Foto: dpa)
Platz sechs: Köln Bonn Airport
5 von 11

Insgesamt: Punkte 69,3/100, Note befriedigend

Flugangebot: Punkte 13,7/25, Note ausreichend
Aufenthaltsqualität: Punkte 20,4/25, Note gut
Prozesse: Punkte 23,2/30, Note gut
Service: Punkte 12/20, Note ausreichend

(Foto: dpa)
Platz fünf: Flughafen Hamburg
6 von 11

Insgesamt: Punkte 72,3/100, Note gut

Flugangebot: Punkte 14,2/25, Note ausreichend
Aufenthaltsqualität: Punkte 19,2/25, Note gut
Prozesse: Punkte 20,6/30, Note befriedigend
Service: Punkte 18,3/20, Note sehr gut

(Foto: ap)
Platz vier: Düsseldorf Airport
7 von 11

Insgesamt: Punkte 74,1/100, Note gut

Flugangebot: Punkte 16,7/25, Note befriedigend
Aufenthaltsqualität: Punkte 21,4/25, Note sehr gut
Prozesse: Punkte 21,8/30, Note gut
Service: Punkte 17,3/20, Note sehr gut

(Foto: dpa)

„Insgesamt profitieren die Flughäfen derzeit vom aktuell hochintensiven Wettbewerb zwischen den Airlines“, teilte die ADV mit. „Gleichzeitig führt der geringe Kerosinpreis zu fallenden Ticketpreisen und fördert dadurch die Luftverkehrsnachfrage.“

  • dpa
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