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Mehrkosten beziffert Mehdorn: Tarifabschluss kostet 1,6 Milliarden

Die Bahn muss in den nächsten fünf Jahren 1,6 Mrd. Euro mehr für Personalkosten ausgeben als bislang kalkuliert. In einem Schreiben an die Belegschaft bezifferte Bahnchef Hartmut Mehdorn erstmals die Kosten, die dem Unternehmen durch den Abschluss mit der Lokführergewerkschaft GDL entstehen.

HB MüNCHEN. Bahnchef Hartmut Mehdorn hat die Mehrkosten beim Personal aufgrund der Tarifvereinbarungen erstmals konkret beziffert. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, Mehdorn teile in einem Schreiben an die Belegschaft mit, das Unternehmen müsse in den nächsten fünf Jahren 1,6 Mrd. Euro mehr ausgeben als bislang kalkuliert. Im Wettbewerb zu anderen Verkehrsunternehmen habe die Deutsche Bahn damit einen „schweren Dämpfer“ erhalten. „Wir müssen jetzt alle Möglichkeiten der Gegensteuerung prüfen“, zitierte die Zeitung den Vorstandsvorsitzenden.

Beim neuen Tarifvertrag mit der Lokführergewerkschaft GDL gibt es nach Mehdorns Angaben noch einiges zu klären. „Wichtige Streitpunkte sind noch immer nicht gelöst“, schreibt er. Das betreffe unter anderem den Geltungsbereich des Lokführervertrages und die Kooperation der Gewerkschaften untereinander. Mehdorn klagte, durch die Streiks der Lokführer und die permanenten Streikdrohungen der GDL „hat unser Geschäft erheblich gelitten“. Die DB habe sich jetzt auf den Tarifabschluss mit der GDL eingelassen, um weitere Arbeitskämpfe zu vermeiden. „Die Bahn kann man wie kein anderes Unternehmen durch Streiks schwächen. Denn wir können unsere Leistung nicht vor Vorrat produzieren oder durch Extraschichten nach Beendigung des Streiks nachholen.

Unterdessen wurde bekannt, dass Mehdorn seine Drohung mit harten Konsequenzen aus der Tarifrunde offenbar abgeschwächt hat. „Herr Mehdorn hat mir gegenüber erklärt, dass er die Ansage, das Beschäftigungsbündnis aufzukündigen, zurücknimmt. Das ist definitiv“, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft, Norbert Hansen, der Tageszeitung „Die Welt“. Man sei übereingekommen, „mögliche und notwendige“ Maßnahmen zur Sicherung der Wirtschaftsergebnisse im Aufsichtsrat zu entscheiden.

Mehdorn hatte nach der Einigung auf Tarif-Eckpunkte mit der Lokführergewerkschaft GDL Stellenabbau und Preiserhöhungen angekündigt und auch den Beschäftigungspakt in Frage gestellt, der bis Ende 2010 Entlassungen ausschließt.

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