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Meissen-Porzellan beantragt Kurzarbeit Keine Entlassungen geplant

Kurzarbeit in der Porzellan-Manufaktur Meissen: Für eine Umstrukturierung schickt der Traditionshersteller 90 seiner Mitarbeiter ein Jahr lang in Kurzarbeit. Statt auf Geschirr setzt der Konzern nun auf Kunstwerke.
25.06.2015 - 17:38 Uhr Kommentieren
Die Zeit der Kurzarbeit will der Porzellanhersteller Meissen auch nutzen, um Mitarbeiter für andere Geschäftsbereiche umzuschulen. Quelle: dpa
Umstrukturierungen

Die Zeit der Kurzarbeit will der Porzellanhersteller Meissen auch nutzen, um Mitarbeiter für andere Geschäftsbereiche umzuschulen.

(Foto: dpa)

Meißen In der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen soll ein Teil der Belegschaft vom 1. Juli an in Kurzarbeit gehen. „Entlassungen sind nicht geplant“, sagte Geschäftsführer Tillmann Blaschke der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Die Kurzarbeit, die für die Dauer von einem Jahr für 90 Mitarbeiter beantragt wurde, solle genutzt werden, um verschiedene Geschäftsbereiche neu zu strukturieren, sagte Blaschke. Während Tischgeschirr und Deco weniger gefragt seien, verbuche der Bereich Kunstwerke und Figuren steigende Auftragseingänge. „Da haben die Kunden teils lange Wartezeiten.“ Die Kurzarbeit soll auch genutzt werden, um Mitarbeiter für andere Unternehmensbereiche zu qualifizieren.

Blaschke führt seit dem Weggang von Christian Kurtzke im März die Geschäfte. Dieser hatte die Manufaktur seit 2008 einem radikalen Wandel unterzogen und zu einem internationalen Luxusgüter-Konzern umgebaut. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 650 Mitarbeiter. Zuvor hatte die „Sächsische Zeitung“ über die Kurzarbeit berichtet.

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