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Metro und Russland Schwacher Rubel trübt Weihnachtsgeschäft

Wegen des schwachen Rubels hat der Handelsriese Metro im Weihnachtsgeschäft weniger verdient. Der Konzern engagiert sich stark in Russland. Die Sorgenkinder Media-Saturn und Kaufhof sind dagegen im Aufwind.
Update: 10.02.2015 - 13:45 Uhr Kommentieren

„Metro ist eine Großbaustelle“

DüsseldorfDie Auswirkungen des Ukraine-Konflikts lassen beim stark in Russland engagierten Handelsriesen Metro die Gewinne schrumpfen. Rund 60 Millionen Euro verlor der Konzern im wichtigen Weihnachtsgeschäft, weil der Rubel in Folge der Krise um die Ukraine und der Sanktionen des Westens eingebrochen ist. Dabei konnte Metro abseits des Russland-Geschäfts zulegen, das langjährige Sorgenkind Media-Saturn entwickelte sich zum Gewinnbringer. Operativ verdiente Metro sogar mehr als vom Markt erwartet. Seine Jahresprognose bekräftigte Konzernchef Olaf Koch am Dienstag in Düsseldorf.

„Insbesondere der schwache Rubelkurs überschattet leider die Sicht auf unsere insgesamt gute operative Entwicklung“, beklagte Koch. Metro ist in Russland stark engagiert, auch in der Ukraine unterhält der Konzern Märkte. Allein 80 Großmärkte betreibt Metro in Russland. Insgesamt stammen rund 8,3 Prozent des Konzern-Umsatzes aus dem osteuropäischen Land.

Das Russland-Geschäft der Großmärkte hatte der Metro-Chef eigentlich an die Börse bringen wollen, wegen des Ukraine-Konflikts liegen diese Pläne aber auf Eis: „Wann wir unsere Aktivitäten bezüglich des Teilbörsengangs wieder aufnehmen können, lässt sich heute nicht verlässlich abschätzen“, erklärte Koch.

In den Bilanzen hinterließ der schwache Rubel deutliche Spuren: Der operative Gewinn (Ebit) vor Sondereffekten sei im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 auf 1,024 (Vorjahr: 1,073) Milliarden Euro gesunken. Unter dem Strich und nach Anteilen Dritter blieb ein Gewinn von 404 (451) Millionen Euro. Metro übertraf beim operativen Ergebnis die Erwartungen des Marktes. Analysten hatten den operativen Gewinn vor Sondereffekten bei nur 1,008 Milliarden Euro erwartet. Der Umsatz im Weihnachtsquartal hatte bei 18,3 Milliarden Euro gelegen.

Die Belastungen durch die Rubelschwäche sorgten bei den Anlegern aber für schlechte Stimmung. Aktien des Handelsriesen rutschten am Dienstag um bis zu 4,8 Prozent auf 28,24 Euro ab und bildeten damit das Schlusslicht im MDax. Die Zahlen von Metro seien gut beziehungsweise im Rahmen der Erwartung, sagte ein Händler. „Metro hat allerdings ein Problem und das heißt Russland. Das Unternehmen leidet unheimlich unter der Rubelschwäche.“

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