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Miles&More-Karten

Ab Anfang 2021 sollen bei der Lufthansa nicht mehr die Meilen für das Erreichen eines Status zählen.

(Foto: imago/Rüdiger Wölk)

Miles & More Die Lufthansa krempelt ihr Meilen- und Statusprogramm um

Für einen Vielflieger-Status zählen bald Punkte statt Meilen, das Erlangen und Sichern eines Status wird erschwert. Die neuen Regeln dürften für viel Gesprächsstoff sorgen.
11.11.2019 - 10:25 Uhr 1 Kommentar

Frankfurt Zwei Versprechen sind Markus Binkert, bei den Netzwerk-Airlines von Lufthansa für das Marketing zuständig, besonders wichtig: „Es wird für alle deutlich einfacher werden. Wer mit unseren Airlines fliegt, wird stärker belohnt.“ Binkert weiß, warum diese Zusagen so wichtig sind. Es geht um ein äußerst sensibles und emotionales Thema: den Vielflieger-Status.

Wer Frequent Traveller, Senator oder gar HON ist, genießt bestimmte Privilegien. Gerade für diejenigen, die ständig unterwegs sind, eine wichtige Sache. Und die soll jetzt kräftig umgebaut werden. Da ist gute Kommunikation gefragt.

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Ab Anfang 2021 sollen nicht mehr die Meilen für das Erreichen eines Status zählen. Am Dienstag will Lufthansa die Neuerungen offiziell vorstellen. Danach sollen die Kunden nun Punkte sammeln, die wiederum entsprechend der gebuchten Flüge vergeben werden.

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    Das mag zunächst irritierend klingen, schließlich ist es in beiden Fällen das Flugverhalten des Passagiers, das für den Status ausschlaggebend ist. Dennoch ist der Umbau gravierend. Bisher gibt es eine Vielzahl an Faktoren, die darüber entscheidet, wie viele Status-Meilen einem Passagier bei einem Flug gutgeschrieben werden.

    Dazu zählen neben der Flugstrecke und der Buchungsklasse auch Dinge wie etwa die Frage, ob ein Sparpreis gebucht wurde. „Über 20 Kategorien gibt es im aktuellen Programm. Das ist für viele nur schwer zu durchschauen. Das haben uns die Vielflieger immer wieder zurückgespielt“, sagt Binkert im Gespräch mit dem Handelsblatt.

    Das neue Punktesystem soll das deutlich vereinfachen. Beim Sammeln zählt dann die sogenannte Reiseklasse, also Economy-, Business- oder First-Class-Ticket. Und es zählt das Verkehrsgebiet – also Kurz- oder Langstrecke. Auf der Kurzstrecke gibt es je Flugsegment für Economy und die Premium Economy fünf Punkte, für die Business-Klasse zehn Punkte. Eine First-Class gibt es hier nicht.

    Grafik

    Auf der Langstrecke werden auf den einfachen Plätzen 15 Punkte gutgeschrieben, in der Premium Economy 20, in der Business 50 und in der First 70 Punkte. Es gibt also nur noch sechs Sammel-Kategorien. Faktoren wie etwa die Zahl der pro Jahr geflogenen „Segmente“, die bisher auch zum Erreichen des Frequent Traveller Status gezählt werden, sollen abgeschafft werden.

    Ein „Segment“ ist ein Flugabschnitt. Wer einen Zubringerflug nach Frankfurt und von dort einen Interkontinentalflug – etwa nach New York – bucht, hat bislang zwei Flugsegmente, auch wenn er das als einen durchgehenden Flug kauft.

    Zwei Tabellen reichen

    Gleichzeitig will die „Hansa“ im neuen System stärker zwischen Flügen unterscheiden, die mit der eigenen Airline stattfinden, und solchen, die im Partnernetzwerk gebucht werden. Dazu gibt zwei Arten von Punkten: die normalen und die sogenannten Qualifying Points.

    Erstere sind Punkte, die man etwa für einen Flug mit den Premium-Gesellschaften von Lufthansa (Lufthansa, Swiss und AUA), einer der Partner-Airlines bei Miles & More oder einem Partner der Star Alliance bekommt. Qualifying Points bekommt dagegen nur, wer eine Premium-Airline der Lufthansa-Gruppe, Eurowings oder eine Miles&More Partner-Airline nutzt. Flüge mit einer Gesellschaft der Star Alliance zählen hier nicht.

    Beim Status kommt es auf die richtige Mischung aus beiden Punktekategorien an. Den Frequent Traveller-Titel gibt es für 160 Punkte, davon muss die Hälfte aus der Qualifying-Klasse stammen. Die Senator-Karte bekommt, wer 480 Punkte sammelt – auch hier muss die Hälfte „qualifizierend“ sein.

    Der HON wiederum kann wie bisher seinen Status ausschließlich mit Flügen der Premium-Airlines von Lufthansa und den Miles&More Airline-Partnern erfliegen. Er braucht 1500 Qualifying Points. Doch anders als bisher können HONs für ihren Status künftig auch in der Economy-Klasse Punkte sammeln. „Auch die emsigsten Vielflieger haben manchmal Reiserichtlinien und dürfen nur Economy buchen“, sagt Lufthansa-Mann Binkert.

    Lufthansa schiebt Status-Tricks einen Riegel vor
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    1 Kommentar zu "Miles & More: Die Lufthansa krempelt ihr Meilen- und Statusprogramm um"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich bin froh, daß ich mich von Lufthansa, insbesondere auf der Langstrecke, komplett verabscheidet habe, denn deren sog. Businessclass ist für Menschen >1,75m eine absolute Zumutung und hat mit Premium nichts zu tun. Während man dort zu sechst in eine Reihe im A330 oder A380 gequetscht wird, bringen echte Premiumairlines hier 4 Leute pro Reihe unter. Und das teilweise für den halben Preis und mit deutlich höherem Sitzabstand. Es hat sich also gelohnt, nicht mehr dem silbernden oder güldenen Kärtchen dieses sogenannten Premiumcarriers hinterherzuhecheln. Es gibt so viele bessere Alternativen und auf die Häppchen in der Senatorlounge kann ich nun wirklich gut und gerne verzichten, insbesondere da die Airports heute ja ein extrem gutes Restaurantangebot haben.

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