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Milliardendeal Nestlé will Hautpflegesparte an Finanzinvestor verkaufen

Seit Monaten sucht der Schweizer Konsumgüterriese nach einem Käufer für die Hautpflegesparte. Jetzt will ein Konsortium um den Finanzinvestor EQT zugreifen.
Update: 16.05.2019 - 09:08 Uhr Kommentieren
Nestle will Hautpflegegeschäft an Finanzinvestoren abgeben Quelle: Reuters
Nestle-Chef Mark Schneider

Der Manager stellt den Konsumgüterriesen aus der Schweiz schlanker auf.

(Foto: Reuters)

Zürich Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé kommt beim Umbau ein Stück voran: Firmenchef Ulf Mark Schneider hat einen Käufer für die Hautgesundheitssparte des Konzerns gefunden. Nestlé verhandelt mit dem Finanzinvestor EQT und dem Staatsfonds von Abu Dhabi über den Verkauf des „Skin Health“-Geschäfts.

Die Hautgesundheitssparte, von der sich Nestlé schon länger trennen will, wird mit rund 10,2 Milliarden Franken (neun Milliarden Euro) bewertet.

Noch ist der Deal aber nicht offiziell. Er soll erst nach der Konsultation der Mitarbeiter und der Genehmigung der Behörden in der zweiten Hälfte des Jahres abgeschlossen werden, teilte Nestlé am Donnerstag mit. Dann will der Konsumgüterriese auch über die Verwendung des milliardenschweren Verkaufserlöses informieren.

Für die Hautgesundheitssparte arbeiten insgesamt etwa 5000 Mitarbeiter. Sie steuerten im vergangenen Jahr rund 2,8 Milliarden Franken zum Konzernumsatz von Nestlé bei. Die Sparte verkauft verschreibungspflichtige Präparate, aber auch Pflegeprodukte oder Sonnencremes.

Nun macht das Konsortium um EQT das Rennen. Die Investmentgruppe aus Stockholm gehört zum Einflussbereich der mächtigen schwedischen Familie Wallenberg. In Deutschland hat EQT etwa in den ehemaligen Siemens-Hörgeräte-Spezialisten Sivantos oder den Prothesen-Hersteller Ottobock investiert. Als potenzielle Interessenten am Skin-Health-Geschäft waren auch andere Finanzinvestoren wie Blackstone, KKR oder Carlyle gehandelt worden.

Nestlé-Chef Mark Schneider will den Konzern auf mehr Wachstum trimmen – und sich dazu von weniger aussichtsreichen Geschäftsbereichen trennen. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Schweizer ihr amerikanisches Süßwarengeschäft an den Rivalen Ferrero verkauft.

Mit dem Geschäftsbereich rund um Hautgesundheit hatte Nestlé einst große Hoffnungen verbunden, die sich aber nie ganz erfüllten.

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