Milliardenübernahme Kellogg greift nach Keksen

Medienberichten zufolge steht der Cornflakes-Hersteller Kellogg vor einer milliardenschweren Übernahme. Das Objekt der Begierde ist der britische Kekshersteller United Biscuits. Die Eigentümer senden eindeutige Signale.
Update: 07.08.2014 - 00:01 Uhr Kommentieren
Cornflakes-Hersteller Kellogg will seine Angebotspalette mit einem Keksherstellers erweitern. Quelle: ap

Cornflakes-Hersteller Kellogg will seine Angebotspalette mit einem Keksherstellers erweitern.

(Foto: ap)

BangaloreDas könnte die Frühstückswelt gehörig durcheinanderwirbeln: Der US-Müslihersteller Kellogg's greift einem Medienbericht zufolge nach der britischen Keksfirma United Biscuits. Die Amerikaner hätten die Bank Barclays mit der Prüfung eines 2 Milliarden Britische Pfund (2,5 Milliarden Euro) schweren Übernahmeangebots beauftragt, berichtete der Fernsehsender „Sky News“ am Mittwochabend auf seiner Internetseite ohne Quellenangabe. An dem Geschäft dürften sich auch die chinesische Bright Food und die türkische Ülker beteiligen. Kellogg's-Titel legten an der Wall Street um mehr als zwei Prozent zu.

Die Eigentümer von United Bisquits, die Investmentfirmen Blackstone und PAI Partners, hätten die US-Banken Goldman Sachs und JPMorgan mit der Prüfung von Optionen beauftragt. Dazu gehörten neben dem Verkauf auch ein Börsengang. Dieser sei zwar die wahrscheinlichste Vorgehensweise, eine endgültige Entscheidung hänge aber vom weiteren Verlauf der Aktienmärkte und den Geboten interessierter Käufer ab. Sprecher von Kellogg's, United Bisquits und Barclays wollten sich dem Bericht zufolge nicht äußern.

Kellogg's hatte vor einer Woche ernüchternde Quartalszahlen bekanntgegeben. Demnach war der Umsatz des Konzerns aus Michigan im zweiten Jahresviertel um ein knappes Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar gefallen. Der Gewinn schrumpfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf unter dem Strich 295 Millionen Dollar.

„Das Müsli-Segment in den entwickelten Märkten bleibt herausfordernd“, hatte Firmenchef John Bryant gesagt. Ohne Wachstum bei der Chips-Tochter Pringles und in bestimmten Auslandsmärkten wäre das Ergebnis noch schlechter ausgefallen. Bryant musste in der Folge die Jahresprognose herunterschrauben.

  • dpa
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