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Millionenvertrag Teldafax spart sich Trikotwerbung bei Bayer Leverkusen

Auf den Trikots des Bundesligisten Bayer Leverkusen wird künftig nicht mehr Teldafax stehen. Der stark in die Kritik geratene Billig-Stromanbieter spart sich so mehrere Millionen Euro für sein Restrukturierungsprogramm.
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Bayer-Stürmer Stefan Kießling. Quelle: dpa

Bayer-Stürmer Stefan Kießling.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der defizitäre Strom- und Gasanbieter Teldafax spart sich künftig die millionenschwere Werbung auf den Trikots des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen. Der noch bis 2013 laufende Sponsorvertrag sei für Ende Juni "in partnerschaftlichem Einvernehmen" aufgelöst worden, teilte das Unternehmen aus Troisdorf bei Bonn am Freitag mit. Bayer bezifferte die für Teldafax frei werdenden Mittel auf gut 13 Millionen Euro. Teldafax selbst machte dazu keine Angaben.

Die Entscheidung sei Teil des Restrukturierungsprogramms, erläuterte das Unternehmen. Teldafax war seit der Saison 2007/08 Hauptsponsor der Bayer-Kicker gewesen. Sportdirektor Rudi Völler hatte auch im Fernsehen für den Strom-Discounter geworben. Teldafax steht seit Monaten in den Schlagzeilen. Zahlreiche Netzbetreiber haben die Verträge mit den Unternehmen gekündigt, da dieses trotz Mahnungen seine Rechnungen
nicht bezahlt habe. Von den ehemals 780.000 Kunden hat die Firma nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten rund 150.000 verloren.

Der neue Eigentümer habe aber versichert, das Unternehmen wieder auf Kurs bringen zu wollen, sagte eine Sprecherin am Freitag. Der Anbieter gehört nach eigenen Angaben zu 100 Prozent dem zyprischen Finanzinvestor Prime Mark Financial Group. Teldafax ertreibt konzernunabhängig Strom und Gas und macht damit klassischen Anbietern wie Eon und RWE Konkurrenz. Über eigene Kraftwerke verfügt der Discounter nicht.

  • dpa
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