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Minderheitseigner fordert Schadensersatz vom Aufsichtsratschef Tchibo-Anteilseigner will Millionen-Abfindung anfechten

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Auch dem derzeitigen Tchibo- Aufsichtsratschef und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Reinhard Pöllath droht ein juristisches Nachspiel. Denn Joachim Herz fordert von Pöllath Schadensersatz. Er wirft ihm eine Treuepflichtverletzung vor, weil dieser seinem „langjährigen Mandaten“ Michael Herz bei der Veräußerung des Zigarettenunternehmens Reemtsma beraten und damit in einer Doppelrolle agiert habe. Pöllath soll auch als Rechtsanwalt für Michael Herz aktiv gewesen sein, heißt es in Tchibo-Kreisen.

Herz will die Schadensersatzansprüche über einen besonderen Vertreter durchsetzen, der vom Gericht bestellt wird. Der Grund: Das deutsche Aktiengesetz sieht vor, dass Ansprüche gegen frühere Organmitglieder nicht unmittelbar von den Aktionären geltend gemacht werden können. Wie viel Schadensersatz der Tchibo-Eigner fordert, ist unklar.

Damit dürften sich die Fronten zwischen den verfeindeten Anteilseignern erneut verhärten. Erst im Februar war der Mitaktionär Joachim Herz überraschend aus dem Aufsichtsrat der Holding abgewählt worden, weil er andere Vorstellungen über die künftige Struktur des Konzerns vertrat als seine Geschwister. Er hatte unter anderem gegen den Willen der übrigen Anteilseigner durchgesetzt, dass der Kosmetikkonzern Beiersdorf im Tchibo-Konzern konsolidiert wird. Tchibo ist mit 50,5 Prozent an der Beiersdorf AG beteiligt.

Ein Tchibo-Sprecher sagte, dass dies eine Angelegenheit der Gesellschafter sei und das Thema auf der Hauptversammlung besprochen werde. Günter und Daniela Herz waren am Wochenende für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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