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Minderheitseigner fordert Schadensersatz vom Aufsichtsratschef Tchibo-Anteilseigner will Millionen-Abfindung anfechten

Unter den Anteilseignern des Hamburger Kaffee- und Kosmetikimperiums Tchibo ist ein neuer Streit entbrannt. Tchibo-Mitaktionär Joachim Herz will auf der Hauptversammlung am 7. Juli beantragen, die milliardenschwere Abfindung seiner beiden Geschwister Günter Herz und Daniela Herz juristisch zu prüfen lassen, teilt er mit.
  • Gregory Lipinski (Handelsblatt)

HB HAMBURG. Der 63-jährige Tchibo-Erbe ist der Ansicht, die Zahlung ist deutlich zu hoch ausgefallen. Zudem hätte die Abfindung nicht aus dem damaligen Verkaufserlös des Zigarettenherstellers Reemtsma gezahlt werden dürfen. Dadurch sei die Tchibo Holding (Beiersdorf, Tchibo Röstkaffee) nicht nur geschädigt, sondern ihr auch die gesamten liquiden Mittel entzogen worden.

Tchibo hatte Reemtsma im März 2002 an den britischen Zigarettenmulti Imperial Tobacco für rund sechs Mrd. Euro veräußert. Mit dem Geld war es den Tchibo-Miteigentümern Michael Herz und Wolfgang Herz möglich, nach einer jahrelangen Familienfehde im Sommer 2003 den Geschwistern Günter und Daniela ihre Anteile abzukaufen. Günter und Daniela Herz erhielten für ihre Anteile rund vier Mrd. Euro in Form einer Sonderdividende. Mit einem Teil des Geldes haben sie vor kurzem rund 17 Prozent der Anteile am Herzogenauracher Sportartikelhersteller Puma gekauft.

Die Tchibo Holding setzte im vergangenen Geschäftsjahr mehr als acht Mrd. Euro um und hat Bankschulden von rund 700 Mill. Euro. Joachim Herz hält knapp 15 Prozent an der Gesellschaft. Jeweils 34 Prozent besitzen Michael und Wolfgang Herz. Des weiteren gehören der Mutter Ingeborg Herz 15 Prozent.

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