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Mitarbeiter weiter im Ausstand Streikwelle bei Amazon zur Weihnachtszeit

Eigentlich sollte nach drei Tagen Schluss sein. Aber Verdi setzt im Tarifstreit mit dem Versandriesen Amazon auf Konfrontation. Der Streik geht auch am Donnerstag weiter – und offensichtlich noch bis Weihnachten.
18.12.2014 - 07:27 Uhr 2 Kommentare
Amazon bekomme den Streik deutlich zu spüren, so der Verdie-Streikleiter Schneider. Quelle: Reuters

Amazon bekomme den Streik deutlich zu spüren, so der Verdie-Streikleiter Schneider.

(Foto: Reuters)

Bad Hersfeld/Leipzig Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Streiks beim Online-Versandhändler Amazon am frühen Donnerstagmorgen fortgesetzt. Aufgerufen waren Mitarbeiter am größten deutschen Standort im hessischen Bad Hersfeld sowie in Leipzig, Werne und Rheinberg (beide NRW) bis einschließlich Samstag. Im bayerischen Graben sollen die Proteste sogar bis einschließlich 24. Dezember weitergehen.

Die wieder aufgenommenen Streiks laufen seit Montag. Erstmals hatten sich auch Mitarbeiter des Logistikzentrums in Koblenz beteiligt. Dort endete der Streik am Mittwoch.

Thomas Schneider, Verdi-Streikleiter in Leipzig, zeigte sich am Donnerstagmorgen von der Wirkung des Ausstands überzeugt: „Wenn deutschlandweit über 2500 Mitarbeiter die Arbeit niederlegen, hat das Auswirkungen“, erklärte er. „Das sind erfahrene Kollegen, bei denen jeder Handgriff sitzt.“ Das bekomme Amazon zu spüren.

Das Unternehmen bestreitet dagegen eventuelle Betriebsstörungen. Man verfüge über ein europaweites Logistiknetzwerk mit 28 Standorten und könne jederzeit auf die Streiks reagieren. Deutschland-Chef Ralf Kleber betonte unlängst: „Nach wie vor gilt: Die Mehrheit unserer Mitarbeiter streikt nicht. Nur eine Minderheit beteiligt sich daran. Die Ausfälle sind nicht groß. Deshalb gilt auch weiterhin: Wir liefern pünktlich.“

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    Amazon verlängerte seine Bestellfrist für den Standardversand im Weihnachtseinkauf und will eine pünktliche Lieferung bis Heiligabend für Ware garantieren, die bis zum kommenden Montag um 12 Uhr bestellt wird.

    Verdi will bei Amazon einen Tarifvertrag zu den Konditionen des Einzelhandels durchsetzen. Amazon lehnt das strikt ab. Der US-Konzern sieht sich selbst als Logistiker. Eine Einigung ist nicht in Sicht. Verdi ruft seit 2013 immer wieder zu Streiks auf. Amazon beschäftigt bundesweit an neun Standorten 20 000 Festangestellte und Saisonkräfte.

    Bei Amazon wird gestreikt, aber keiner merkt´s

    • dpa
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    2 Kommentare zu "Mitarbeiter weiter im Ausstand: Streikwelle bei Amazon zur Weihnachtszeit"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • aus Dresden... Alles klar ;-) Ich frage mich ob Amazon die Verteilzenter in Polen auch gebaut hätten, wenn Verdi nicht gestreikt hätte? Vermutlich hätten Sie es trotzdem gebaut. Dafür wird es nächste Weihnachten ohne Streiks und Verzögerungen funktionieren. Die meisten Picker sind doch nur für Weihnachten angestellt (Saisonarbeiter) also nicht gewerkschaftlich organisiert, deshalb schadet der Streik sowohl den Angestellten, als auch den Kunden (Super Idee Verdi - Vielleicht mal an anderer Stelle Streiken, wo´s auch Sinn macht)

    • ich kann nur sagen, alls druff!

      Man sieht ja wie die großen arbeiten, wenn man mal auf die straße Marktplatz 1 nach Dresden kommt wird man sich wundern. Wieso solls bei amazon anders laufen

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