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Mitfahrdienst Uber übernimmt den Rivalen Careem für 3,1 Milliarden US-Dollar

Der Mitfahrdienst Uber übernimmt den in Dubai ansässigen Rivalen Careem für 3,1 Milliarden US-Dollar. Damit stärkt der US-Dienst seine Position in der hart umkämpften Region.
Update: 26.03.2019 - 11:26 Uhr Kommentieren
Uber übernimmt den Rivalen Careem für 3,1 Milliarden US-Dollar Quelle: AFP
Uber

Der Mitfahrdienst steht kurz vor seinem Börsengang.

(Foto: AFP)

KiewCareem hat Geschichte geschrieben: Kaum war im vorigen Jahr Frauen erstmals das Autofahren in Saudi-Arabien erlaubt, stellte der Fahrdienstleister aus Dubai hunderte Frauen als Fahrerinnen für seine Flotte an. Der Taxi-Schreck aus dem Glitzeremirat leistet sich in der größten Volkswirtschaft am Golf ohnehin ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Kunden mit dem US-Platzhirsch Uber.

Und auch in der gesamten Region haben beide Konzerne um die Vorherrschaft gerungen – zuletzt hatte die Fluggesellschaft Emirates aus Dubai ausgerechnet eine Partnerschaft mit Uber verkündet, im Gründungsland von Careem.

Doch mit der Rivalität ist nun Schluss: Nachdem Careem am Golf mehrere kleine Rivalen übernommen hat, schluckt nun der Fahrdienstvermittler Uber den im Mittleren Osten, Ägypten und Pakistan führenden Wettbewerber aus Dubai. Eine entsprechende Erklärung gab Careem am Dienstag auf seiner Website bekannt: „Wir bündeln unsere Kräfte“ heißt es dort.

Dabei solle Careem zunächst unabhängig von Uber unter der Leitung des aus Indien stammenden Mitbegründers Mudassir Sheikha weiter betrieben werden, schreibt Uber-Chef Dara Khosrowshahi in einer E-Mail an seine Mitarbeiter.

Mittelfristig aber könnten die Angebote zusammengelegt werden. „Im Laufe der Zeit können wir durch die Integration von Teilen unserer Netzwerke effizienter arbeiten, noch kürzere Wartezeiten erreichen und das ohnehin schon beachtliche Innovationstempo in der Region beschleunigen“, so Khosrowshahi.

Direkt im Vorfeld des geplanten Uber-Börsengangs sollen die Kalifornier laut der Nachrichtenagentur Bloomberg etwa 3,1 Milliarden US-Dollar für die Übernahme zahlen. Der Kaufpreis solle sich aus 1,4 Milliarden Dollar in bar und 1,7 Milliarden Dollar in Wandelanleihen zusammensetzen, heißt es weiter. Dabei beruft sich Bloomberg auf ein Vertragsdokument. Die Papiere sollen demnach in Uber-Aktien wandelbar sein zu einem Preis, der 55 Dollar je Uber-Aktie entspreche.

Pikant ist der Deal wegen innersaudischer Rivalitäten in der Branche: Größter Einzelaktionär bei Uber ist der saudische Staatsfonds PIF. Das Aktienpaket, das Uber jetzt von Careem übernimmt, soll indes vom saudischen Milliardär Prinz Alwaleed bin Talal Al Saud stammen. Der ist wiederrum Großaktionär bei Ubers US-Rivalen Lyft, der ebenfalls an die Börse drängt.

Prinz Alwaleed war im Zuge einer Antikorruptionskampagne Ende 2017 monatelang im Ritz-Carlton in Riad inhaftiert worden – von Kronprinz Mohammed bin Salman. Der im Land nur MbS genannte mächtige Thronfolger ist auch Chairman des PIF.

Careem hat nach eigenen Angaben 30 Millionen Kunden und eine Million Fahrer – darunter inzwischen auch viele Frauen.

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