Mobike-Gründerin Hu Weiwei Eine Chinesin will Deutschland mit Leihfahrrädern erobern

Der chinesische Leihradanbieter Mobike will sein System in deutschen Städten weiter verbreiten. Aber Kunden klagen über eine mangelnde Qualität der Räder.
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Start-up statt Journalismus. Quelle: Pressefoto
Hu Weiwei

Start-up statt Journalismus.

(Foto: Pressefoto)

DüsseldorfAnfangs wurde sie für ihre Idee verspottet. Über Jahre hatte sich Hu Weiwei in China einen Namen als hervorragende Journalistin gemacht. Doch dann wollte sie etwas Neues ausprobieren. Ihr Ziel: Mit Leihfahrrädern den Großstadtbewohnern das Auto abgewöhnen. Sie musste jedoch lange Klinken putzen, um die ersten Investoren von der Idee zu überzeugen.

Drei Jahre nach der Gründung von Mobike steuert die Gründerin nun ein auf drei Milliarden Dollar bewertetes Unternehmen. Im April hat der chinesische Internetkonzern Meituan Dianping für 2,7 Milliarden Dollar die Mehrheit an Mobike übernommen. Hu, 35, will als CEO das Geld für die internationale Expansion nutzen.                              

Ihre orangefarbenen Fahrräder stehen mittlerweile nicht nur in China, sondern in mehr als 200 Städten weltweit. In Deutschland startete Mobike im November 2017 in Berlin. Seit einem Monat stehen die Räder auch in Düsseldorf. „Möglichst bald wollen wir in allen deutschen Großstädten vertreten sein“, sagt Mobike-Deutschlandchef Jimmy Cliff.

In Berlin und Düsseldorf klagen Nutzer jedoch im Internet darüber, dass die Räder zu klein ausfielen. „Die sind für kleine Chinesen konzipiert und nicht für Deutsche“, beklagte sich ein Mann im Netz. In China baute Mobike mit Rabattaktionen eine breite Kundenbasis auf. Über Monate waren die Fahrten mit Mobike kostenlos.

In Deutschland liegt etwa in Düsseldorf der Preis höher als der des direkten Konkurrenten Ford Bike. Verlangen die Chinesen einen Euro für 20 Minuten Fahrt, gewährt Ford Bike den gleichen Preis 30 Minuten lang. „China ist ein anderer Markt als Deutschland. Kunden legen mehr Wert auf Qualität als auf einen günstigen Preis“, verteidigt Cliff das Vorgehen. Er verspricht: Es gebe auch größere Modelle der Räder, die große Deutsche bequem fahren könnten.

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