Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Mobilität Bahn-Konkurrenten gewinnen im Regionalverkehr hinzu

Mehr Auswahl für die Kunden durch Wettbewerb – das war ein Ziel der Bahnreform. Heute hat der Staatskonzern viele Konkurrenten. Aber nicht überall.
Kommentieren
DB: Bahn-Konkurrenten gewinnen im Regionalverkehr hinzu Quelle: dpa
Reisende am Hauptbahnhof Köln

Mit der Bahn-Tochter DB Regio konkurrieren kommunale und landeseigene Bahnen, Töchter ausländischer Staatsbahnen und Privatbahnen.

(Foto: dpa)

Berlin Für Zugreisende in Deutschland gibt es ein immer bunteres Angebot. Auf vielen Regionalstrecken fährt nicht mehr die Deutsche Bahn, sondern die Konkurrenz des deutschen Staatskonzerns. Die Wettbewerber leisten heute 35 Prozent des Angebots, für 2024 rechnen sie mit 45 Prozent, wie aus einem Bericht hervorgeht, den die Verbände Mofair und Netzwerk Europäischer Eisenbahnen am heutigen Dienstag vorlegen wollen. Sie stützen sich dabei auf entsprechende Vergabeentscheidungen.

Mit der Bahn-Tochter DB Regio konkurrieren kommunale und landeseigene Bahnen, Töchter ausländischer Staatsbahnen und Privatbahnen. Die Nummer Zwei in Deutschland ist die deutsche Tochter des französischen Transdev-Konzerns, die etwa die Nordwestbahn und die Bayerische Oberlandbahn betreibt. Es folgen Ableger der Staatsbahnen Italiens und der Niederlande, Netinera und Abellio.

Die Rivalen hatten zunächst kleinere Ausschreibungen mit Nebenstrecken gewonnen, deshalb ist ihre Auslastung noch geringer als die der Deutschen Bahn. 25 Prozent der gefahrenen Kilometer je Fahrgast entfallen auf die Konkurrenten, wie aus dem „Wettbewerber-Report Eisenbahnen 2019/20“ hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Eine steigende Auslastung wird erwartet.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte die Bahn erst kürzlich unter Druck gesetzt: Bis Mitte November soll sie unter anderem erklären, wie sie wieder mehr Ausschreibungen gewinnen will. Der Regionalverkehr wird von Organisationen der Länder und Kommunen ausgeschrieben, bestellt und finanziert.

Im Fernverkehr fährt die Bahn dagegen auf eigene Rechnung. Bis auf vereinzelte Züge der Flixbus-Schwestermarke Flixtrain haben die ICE und Intercity keine Konkurrenz. Im Güterverkehr transportieren Wettbewerber dagegen schon heute die Hälfte des Gutes. Auch hier rechnen die Verbände damit, dass sie dem deutschen Staatskonzern weiter Marktanteile abnehmen.

Mehr: Mit einer Mischung aus Linienbus und Taxi rollen die Deutsche Bahn und VW den Beförderungsmarkt auf. Die Bahn-Tochter Clever Shuttle rüstet sich mit weiterem Kapital.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Mobilität - Bahn-Konkurrenten gewinnen im Regionalverkehr hinzu

0 Kommentare zu "Mobilität: Bahn-Konkurrenten gewinnen im Regionalverkehr hinzu"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.