Modebranche C&A hübscht sich mit Marken auf – und baut seine Shop-in-shops aus

Durch neue Marken sollen mehr Kunden zu C&A gelockt werden.
Düsseldorf Der neue Europa-Chef von C&A baut das Markengeschäft der Textilkette aus. Edward Brenninkmeijer, der zum 1. April Alain Caparros an der Spitze abgelöst hat, will mehr Kunden mit bekannten Marken in die Filialen locken. So eröffnet der Düsseldorfer Konzern jetzt in zehn Filialen in Österreich und Osteuropa Shop-in-shops der Marke „Only“.
Die Marke gehört zum dänischen Modekonzern Bestseller, der auch Läden mit Marken wie Vero Moda, Jack & Jones oder Selected betreibt. Für C&A ist die Kooperation die Chance, neue Kunden in die Läden zu locken. Denn die Kundenfrequenz ist in den vergangenen Jahren wie bei vielen Einzelhändlern gesunken, weil viele Kunden lieber ihre Kleidung und Schuhe online bestellen. Außerdem machen Ketten wie Primark aus Irland Unternehmen wie C&A das Leben schwer.
Der inzwischen ausgeschiedene Europa-Chef Alain Caparros wollte mit einer Doppelstrategie auf die gewaltigen Marktveränderungen reagieren. Er führte die Billig-Linie „Best Deal“ ein und begann, Drittmarken ins Haus zu holen. So verkauft C&A seit einiger Zeit Mustang Jeans und verkauft Deko-Produkte der Kette Butlers in seinen Häusern.
Der neue CEO Brenninkmeijer setzt diesen Weg offensichtlich fort – zumindest zunächst. Er selbst hat sich bisher noch nicht zu seiner Strategie in Europa geäußert. Er kennt C&A bestens, weil er seit Jahren das Geschäft der Kette in Brasilien und China steuert.
Aber er lässt seinen Länderchef für Österreich sowie Mittel-, Ost- und Südosteuropa sprechen. „Wir sehen mit dieser attraktiven Produktpalette eine sehr gute Ergänzung zu unserem bestehenden Sortiment“, teilt Norbert W. Scheele in einer Pressemitteilung mit. Es bleibt offen, wann und ob C&A den Verkauf von „Only“ auf den deutschen Markt ausdehnen wird.
Für die Bestseller-Gruppe ist es ein neuer Vertriebsweg. Die Bestseller-Gruppe passe sich mit ihren Marken „auf allen Kanälen an sich verändernde Marktverhältnisse“ an, begründet Alexander Korosec, Regional Director bei Bestseller, die Zusammenarbeit mit C&A.
Wie erfolgreich die bisherigen Kooperationen mit externen Partnern laufen, dazu äußert sich C&A bisher nicht. Aber auch andere Handelsunternehmen arbeiten mit den C&A-Partnern zusammen. So gibt es derzeit Mustang Jeans auch beim Kaffeefilialisten Tchibo.
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