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Hugo Boss

Der deutsche Moderiese hat mit Problemen zu kämpfen.

(Foto: dpa)

Modebranche Ergebnis von Hugo Boss bricht ein – die Blitzanalyse

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Düsseldorf Das Modeunternehmen Hugo Boss legt seine Zahlen für das dritte Quartal 2018 vor. Die wichtigsten Fakten.

  • Währungsbereinigt ist der Umsatz nur um ein Prozent auf 710 Millionen Euro gestiegen.
  • Das operative Ergebnis (Ebit) sank um 20 Prozent auf 92 Millionen Euro. Hugo-Boss-Chef Mark Langer erklärte das schlechte Abschneiden vor allem mit dem „langen und heißen Sommer in Europa, der unser Geschäft beeinträchtigt hat“. Das führte zu verstärkten Rabattaktionen, die den Umsatz und das Ergebnis drückten.
  • Langer hält an den Zielen für das Gesamtjahr fest. Währungsbereinigt erwartet er einen Anstieg der Erlöse im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Das ist ihm zumindest im dritten Quartal mit einem Plus von einem Prozent nicht gelungen. Im vergangenen Jahr schaffte Boss ein währungsbereinigtes Umsatzplus von drei Prozent.

Das fällt positiv auf

Gute Geschäfte im Netz: Das Online-Geschäft wächst zweistellig. Um dieses Wachstum weiter zu fördern, kündigte Langer an, die Kooperation mit Zalando auszubauen. So verkauft der Metzinger Konzern erstmals die Business-Kleidung von Boss auf der Berliner Online-Plattform. 

Das fällt negativ auf

Komplizierte Spaltung: Die Zwei-Marken-Strategie von Vorstandschef Mark Langer führte wie im zweiten Quartal wieder zu deutlichen Einbußen bei der jungen Linie Hugo. Dort sank der Umsatz im zweiten Quartal um elf Prozent auf 98 Millionen Euro. 

Langer hatte vor Monaten angekündigt, es werde noch „ein bis zwei Quartale dauern, bis unsere neue Zwei-Marken-Strategie bei den deutschen Endkonsumenten angekommen ist“. Bislang sieht es so aus, dass von der neuen Strategie vor allem die Kernmarke Boss profitiert. 

Was jetzt passiert

Investoren wollen Antworten: Langer will auf dem Investorentag am 15. November in London mehr dazu sagen, wie er den Modekonzern wieder auf einen Profitabilitäts-Kurs bringen will. Dann will er sich auch zum mittelfristigen Finanzausblick äußern. Das wird die Aktionäre freuen, die endlich wissen wollen, wann es denn nach Langers vielen Aufräumarbeiten wieder aufwärts geht.

Beim operativen Ergebnis vor Sondereffekten (Ebitda) rechnet der Vorstand dieses Jahr mit einer Spanne zwischen minus zwei und plus zwei Prozent. Da störte das dritte Quartal mit einem Minus von zwölf Prozent  die Prognose-Planung erheblich. Doch Langer versuchte, die Aktionäre damit zu trösten, dass er für „das vierte Quartal wieder eine deutlich dynamischere Entwicklung von Umsatz und Ergebnis“ erwarte. 

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