Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Modebranche Esprit traut sich wieder etwas zu

Der Modekonzern Esprit hat viele schmerzhafte Sanierungsjahre hinter sich. Jetzt wagt es CEO Jose Manuel Martínez, wieder zu expandieren: Er verkauft künftig die Mode mit einem Partner online und in 15 Läden in Indien.
29.09.2017 - 14:59 Uhr Kommentieren
Der Modekonzern hat im vergangenen Geschäftsjahr einen kleinen Gewinn erzielt. Quelle: dpa
Laden von Esprit

Der Modekonzern hat im vergangenen Geschäftsjahr einen kleinen Gewinn erzielt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Jose Manuel Martínez hatte bisher wenig Erfreuliches zu verkünden. Der Esprit-Chef musste das Modeunternehmen aus Ratingen bei Düsseldorf jahrelang sanieren und aus den roten Zahlen herausführen. Doch jetzt kann er wieder expandieren. In Indien will er zusammen mit dem Partner Myntra noch mehr Jacken, Hosen und T-Shirts von Esprit in dessen Onlineshop verkaufen. Außerdem wollen die beiden Partner in den nächsten fünf Jahren etwa 15 Esprit-Läden in Indien eröffnen.

"Die Partnerschaft mit Myntra ist ein entscheidender Schritt in der geplanten Expansion unseres Geschäfts in Länder mit großem Wachstumspotenzial", sagte Martínez. Über Indiens größte Mode- und Lifestyle-Plattform Myntra verkauft Esprit bereits seit vergangenem Jahr seine Mode. Jetzt hat Esprit exklusive Vertriebs- und Managementrechte in Indien an Myntra vergeben, um das Geschäft auszubauen.

Für das Modeunternehmen aus Ratingen, das an der Börse von Hongkong gelistet ist, ist es ein neuer Versuch, in Indien Fuß zu fassen. Vor fünf Jahren hatte sich Esprit zu Beginn seiner großen Unternehmenskrise aus dem Land zurückgezogen.

Kleider machen Milliardäre
Platz 10: Burberry
1 von 10

Der Hoflieferant von Queen Elizabeth und Prince Charles gehört zu den luxuriösesten Modelabels der Welt – und zu den teuersten. Gegründet wurde das Unternehmen 1856. Seit 1920 ist Burberry an der Londoner Börse notiert, die Marke ist Mitglied im FTSE 100 Index.

Umsatz 2015: 3,4 Milliarden Euro*

*Geschäftsjahr 2014/15

Quelle: Umsatzrangliste europäischer Bekleidungsmarken nach der Zeitschrift „TextilWirtschaft“, dfv-Mediengruppe

(Foto: Reuters)
Platz 9: Prada Group
2 von 10

Die bekannteste Marke der Prada Group ist heute noch Prada, allerdings sind Marke und Unternehmen nicht mehr synonym: Weitere Marken der Prada Group sind Miu Miu, Church’s und The Original Car Shoe. Das Unternehmen Prada wurde 1913 von Mario und Martino Prada gegründet, 1919 stieg der exklusive Hersteller von Handschuhen, Taschen und Koffern zum königlichen Hoflieferanten auf. 1978 übernahm Miuccia Prada, Enkelin von Firmengründer Mario, die Geschäfte und baute die Prada Group zu einem global agierenden Modekonzern aus. Prada eröffnete erst im Jahr 1983 ein zweites Ladenlokal, wie das erste in Mailand liegend.

Umsatz 2015: 3,5 Milliarden Euro

(Foto: Reuters)
Platz 8: Next
3 von 10

Der britische Modehändler Next, 1982 gegründet, besitzt mittlerweile nach eigenen Angaben über 500 Geschäfte im Vereinigten Königreich und Irland, sowie „nahezu“ 200 Franchise-Stores in 40 Ländern. Er ist mittlerweile zum führenden Online-Modehändler Großbritanniens aufgestiegen und liefert seine Kollektionen in über 72 Länder. Next setzt auf eigene Designs und vertreibt ausschließlich die eigene, gleichnamige Modemarke.

Umsatz 2015: 5,6 Milliarden Euro

(Foto: Screenshot)
Platz 7: C&A
4 von 10

Im Jahr 1841 gründeten die Brüder Clemens und August Brenninkmeijer das Unternehmen 'C. en A.' und eröffneten ein Geschäft, das als eines der ersten Kleidung in Konfektionsgrößen verkaufte. Bis heute befindet sich das Unternehmen in mittlerweile sechster Generation in Besitz der Familie Brenninkmeijer. C&A ist mit 1575 Filialen in 21 europäischen Ländern vertreten und beschäftigt rund 35.000 Mitarbeiter.

Umsatz 2015: 6 Milliarden Euro

(Foto: dapd)
Platz 6: Primark
5 von 10

Die erste deutsche Filiale des 1969 gegründeten Textil-Discounters wurde 2009 in Bremen eröffnet, mit mittlerweile 20 Läden ist die Bundesrepublik das Land mit den drittmeisten Primark-Filialen außerhalb des Vereinigten Königreichs. Strategie des irischen Unternehmens ist es, auf in der Regel mehreren tausend Quadratmetern Verkaufsfläche modische Textilien, Schuhe und Accessoires zu extrem niedrigen Preisen anzubieten – damit ist der Konzern anders als andere Textil-Discounter vor allem bei jungen Menschen erfolgreich. Wegen Arbeits-, Lohn- und Produktionsbedingungen in Billiglohnländern steht das Unternehmen immer wieder in der Kritik.

Umsatz 2015: 7,6 Milliarden Euro

(Foto: dpa)
Platz 5: Kering
6 von 10

Das französisch-italienische Modeunternehmen Kering wurde 1963 von dem französischen Unternehmer François Pinault gegründet und bis 2005 von diesem geführt. Seit dem 21. März 2005 wird der Konzern von Pinaults Sohn, François-Henri Pinault (im Bild), geleitet. Der Name Kering dürften nur den Wenigsten bekannt sein. Doch mit Labels wie Puma oder Gucci erreicht der Konzern ansehnliche Umsätze.

Umsatz 2015: 11,5 Milliarden Euro

(Foto: Reuters)
Platz 4: Christian Dior
7 von 10

Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 gegründet, trug Christian Dior maßgeblich dazu bei, dass sich Paris als Modehauptstadt der Welt etablieren konnte. Insgesamt beschäftigt das Unternehmenskonglomerat über 100.000 Mitarbeiter. Für die Modesparte von Dior arbeiten knapp 3600 Menschen.

Umsatz 2015: 12,3 Milliarden Euro

(Foto: dpa)

Jetzt sieht sich der Modekonzern wieder in der Lage, in Indien, allerdings zusammen mit dem Partner Myntra, zu investieren. Martínez hatte den Chefposten bei Esprit vor fünf Jahren in dessen großer Krise übernommen. In den folgenden Jahren senkte er die Kosten massiv, halbierte die Zahl der Kollektionen auf sechs, verkürzte die Entwicklungszeiten vom Entwurf bis zum fertigen Kleidungsstück und dünnte das Filialnetz aus.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Erst langsam werden die Erfolge der jahrelangen Aufräumarbeiten sichtbar. Im Geschäftsjahr 2016/17 (30. Juni) steigerte er den bescheidenen Gewinn des Vorjahres von 21 auf 67 Millionen Honkong-Dollar, umgerechnet 7,3 Millionen Euro. Das ist bei einem Umsatz von umgerechnet 1,7 Milliarden Euro nicht viel. Doch die langen Jahre der Sanierung lässt das Management um den ehemaligen Manager der spanischen Erfolgskette Inditex bescheiden werden.

    Esprit kämpft darum, sich in der Mitte des Modemarktes durchzusetzen, wo spanische Riesen wie Mango oder Zara seit Jahren immer mehr Marktanteile gewinnen. Denn sie sind schneller und kosteneffizienter als ihre deutschen Konkurrenten. Die Mitte des Marktes wird außerdem von zwei Seiten angegriffen, von H&M und Primark von unten sowie Premiummarken wie Marc O'Polo von oben. Da ist es schwer für Unternehmen wie Esprit, sich mit einem eigenen Profil durchzusetzen.

    Und klar ist es auch, dass Martínez die Kosten weiter senken und Filialen schließen muss. Nur so kann er das Unternehmen dauerhaft in die Gewinnzone bringen.

    Startseite
    Mehr zu: Modebranche - Esprit traut sich wieder etwas zu
    0 Kommentare zu "Modebranche: Esprit traut sich wieder etwas zu"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%