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Modebranche Ex-Linde-Chef Reitzle gibt Vorsitz in Bogners Aufsichtsrat ab

Beim Sportmodeunternehmen Bogner steigt Topmanager Reitzle aus dem Aufsichtsrat aus. Es wird spekuliert, dass sich die Tochter des Firmeninhaber, Florinda Bogner, stärker engagieren wird.
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Der Manager übernahm Anfang 2018 den Vorsitz im Bogner-Aufsichtsrat. Quelle: Reuters
Wolfgang Reitzle

Der Manager übernahm Anfang 2018 den Vorsitz im Bogner-Aufsichtsrat.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Beim Münchener Sportmodeunternehmen Bogner gibt es Veränderungen im Aufsichtsrat: Der frühere Linde-Chef Wolfgang Reitzle hat den Vorsitz des Kontrollgremiums Anfang September abgegeben. Das bestätigte die Pressesprecherin von Bogner. Sie begründete die Aufgabe des Postens damit, dass Reitzle mit Vollendung seines 70. Lebensjahres insgesamt vier Mandate abgegeben habe.

Reitzle, ein Freund des Firmeninhabers Willy Bogner, übernahm Anfang vergangenen Jahres den Vorsitz im Aufsichtsrat. Er sorgte für Neubesetzungen im Vorstand und arbeitete zusammen mit dem CEO Andreas Baumgärtner daran, den Turnaround beim Sportmodekonzern zu schaffen.

Baumgärtner war es zuletzt gelungen, die Online-Luxusplattformen Net-a-porter und Mytheresa zu überzeugen, ab der Saison Herbst-Winter erstmals Kollektionen von Bogner zu verkaufen. Mit Reitzle trat auch der Experte für Nachfolgeregelungen Alexander Liegl aus dem Aufsichtsrat ab.

Für die beiden Lücken im Kontrollgremium gibt es bislang nur einen Nachfolger. So soll der renommierte Jurist Klaus Volk, 75, den Vorsitz übernehmen. Es wird aber spekuliert, dass Bogners Tochter Florinda, 34, sich künftig im Unternehmen mehr engagieren könnte.

Die Modefirma kam in den vergangenen Monaten immer wieder in die Schlagzeilen wegen einer Steueraffäre. Zuletzt hatten Beamte der Staatsanwaltschaft München Akten in der Firmenzentrale in München beschlagnahmt.

Es geht um den Verdacht der Steuerhinterziehung. Bogner-Mitarbeiter haben Kleidung ihres Hauses zum Vorzugspreis erhalten. Die Modefirma hätte den geldwerten Vorteil versteuern müssen, tat es aber nicht, wie so viele andere Modefirmen. Das Unternehmen hat zwar selbst „die Fehler entdeckt, den Behörden offengelegt“ und ist in „fortlaufendem Austausch mit den Steuerbehörden“, wie das Unternehmen auf Nachfrage betonte.

Seit Wochen wartet das Unternehmen nun gespannt darauf, wie viel Steuern es nachzahlen muss. Denn dem Unternehmen ist es zwar gelungen, im vergangenen Jahr den Umsatz wieder leicht auf 157 Millionen Euro zu steigern. Unterm Strich stand aber nur ein bescheidener Gewinn von rund 300.000 Euro. Eine hohe Steuernachzahlung würde das Unternehmen entsprechend belasten.

Mehr: Gerry-Weber-CEO Johannes Ehling kommt beim Umbau voran. Bis zum Turnaround wird es allerdings noch drei Jahre dauern.

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