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Modebranche Hugo Boss lockt mit guten Aussichten – die Blitzanalyse

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Die Zwei-Marken-Strategie von Vorstandschef Mark Langer auf Boss für die gehobene Preislage und die günstigere Hugo für jüngere Kunden führt nach wie vor zu Reibungsverlusten. Quelle: dpa
Hugo Boss

Die Zwei-Marken-Strategie von Vorstandschef Mark Langer auf Boss für die gehobene Preislage und die günstigere Hugo für jüngere Kunden führt nach wie vor zu Reibungsverlusten.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Das Modeunternehmen Hugo Boss hat seine Zahlen für das Gesamtjahr 2018 vorgelegt. Die wichtigsten Fakten:

  • Währungsbereinigt ist der Umsatz um 4 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro gestiegen. Der Anstieg gelang nach einem schwachen dritten Quartal durch einen Schlussspurt in den letzten drei Monaten des vergangenen Geschäftsjahres. So erreichte der Modekonzern den von Vorstandschef Mark Langer angekündigten Zielkorridor eines währungsbereinigten Wachstums im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Im vergangenen Jahr hatte Boss nur ein währungsbereinigtes Umsatzplus von drei Prozent geschafft.
  • Das operative Ergebnis (Ebit) stieg im vergangenen Jahr um zwei Prozent auf 347 Millionen Euro. Die Ebit-Marge allerdings sank gegenüber dem Vorjahr um 10 Basispunkte auf 12,4 Prozent. „2018 war ein gutes Jahr für Hugo Boss, 2019 wird ein noch besseres Jahr für unser Unternehmen“, kommentierte Vorstandschef Mark Langer die Geschäftszahlen in einer Pressemitteilung. „Mit dem klaren Fokus auf unsere strategischen Prioritäten stellen wir sicher, dass wir in 2019 und darüber hinaus profitabel wachsen werden.“

Das fällt positiv auf

Das Online-Geschäft wächst weiter stark. Es legte im vergangenen Jahr zweistellig zu und erreichte erstmals die Umsatzmarke von 100 Millionen Euro. Um das Online-Wachstum zu beschleunigen, hatte Langer im November angekündigt, die Kooperation mit Zalando auszubauen. So verkauft der Metzinger Konzern seitdem auch die Business-Kleidung von Boss auf der Berliner Online-Plattform.

Das fällt negativ auf

Die Zwei-Marken-Strategie von Vorstandschef Mark Langer mit Boss für die gehobene Preislage und die günstigere Hugo für jüngere Kunden führt nach wie vor zu Reibungsverlusten. So legte Boss währungsbereinigt um sechs Prozent zu, während der Umsatz der Linie Hugo um vier Prozent sank. Von der Bereinigung der Vertriebskanäle profitiert die Marke Boss bislang mehr von der Zweimarken-Strategie.

Was jetzt passiert

Langer kündigte an, dass der Umsatz 2019 währungsbereinigt „im mittleren einstelligen Prozentbereich“ steigen werde. Er erwartet in der Region Asien/Pazifik ein überproportionales Wachstum. Auch für das eigene Onlinegeschäft erwartet er ein „deutlich zweistelliges“ Umsatzplus.

Hoffnung macht er den Aktionären beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit). Der werde stärker wachsen als der Umsatz: im hohen einstelligen Prozentbereich. So will Langer die Ziele seiner Mittelfristplanung erreichen: Demnach soll die Ebit-Marge bis zum Jahr 2022 von heute 12,4 auf 15 Prozent steigen.

Langer hatte auf dem Investorentag am 15. November in London angekündigt, dass Hugo Boss in den Jahren bis 2022 währungsbereinigt durchschnittlich um 5 bis 7 Prozent pro Jahr wachsen werde. Das soll durch vier Punkte gelingen:

  1. Die Vervierfachung des Umsatzes im eigenen Onlinegeschäft
  2. Die Steigerung der Flächenproduktivität im eigenen Einzelhandel jährlich um durchschnittlich vier Prozent pro Jahr
  3. Der Umsatz in Asien soll im zweistelligen Prozentbereich steigen, insbesondere in China
  4. Deutliche Steigerung des Umsatzes der Marke Hugo.

Für 2018 lockt er die Aktionäre erst einmal mit einer leicht von 2,65 auf 2,70 Euro gestiegenen Dividende.

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