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Modebranche Tom Tailor darf Bonita nicht verkaufen

Der angeschlagene Modekonzern will seine Tochter abstoßen. Bei den Konsortialbanken gibt es für das Vorhaben aber keine ausreichende Mehrheit.
Update: 31.05.2019 - 20:06 Uhr Kommentieren
Der Verkauf der Tochter Bonita war Teil eines Sanierungsplans des Unternehmens. Quelle: dpa
Tom Tailor

Der Verkauf der Tochter Bonita war Teil eines Sanierungsplans des Unternehmens.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die angeschlagene Hamburger Modekette Tom Tailor stößt auf Hindernisse beim geplanten Verkauf der kriselnden Tochterfirma Bonita. Die Konsortialbanken hätten das Unternehmen darüber informiert, „dass es derzeit keine ausreichende Mehrheit für die Zustimmung“ zu dem Verkauf gebe, teilte Tom Tailor am Freitag mit. Der Vorstand bemühe sich weiter um grünes Licht, „geht aber derzeit davon aus, dass die Erteilung einer Zustimmung unwahrscheinlich ist“. Es würden daher „sämtliche strategische Alternativen“ geprüft

Im März hatte sich Tom Tailor mit der niederländischen Victory & Dreams International Holding auf einen Verkauf von Bonita geeinigt. Zum Verkaufspreis wurden keine Angaben gemacht. Tom Tailor hatte Bonita 2012 übernommen. Das Unternehmen, das auf Mode für Frauen ab 50 spezialisiert ist, verlor zuletzt aber fortlaufend Umsatz.

Am Dienstag hatte Tom Tailor den Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Tochtermann bis spätestens Ende Juni angekündigt. Tochtermann soll demnach von einer Vertreterin des chinesischen Anteilseigners Fosun abgelöst werden. Fosun ist ein Industrie- und Handelskonglomerat mit Zentrale in Hongkong, das seinen Anteil an Tom Tailor im Februar von knapp 29 Prozent auf gut 35 Prozent erhöht hatte. Anschließend legten die Chinesen ein Übernahmeangebot vor, über dessen Annahme noch nicht entschieden ist.

Tom Tailor kaufte die Marke Bonita im Jahr 2012, um das Wachstum der Gruppe zu beschleunigen. Sie erwies sich aber als Belastung. Das Unternehmen in Haminkeln beschäftigt noch rund 300 Mitarbeiter und erzielten in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 einen Umsatz von 172 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) war in diesem Zeitraum mit 6,6 Millionen negativ.

Mehr: Banken und der chinesische Investor Fosun streiten über die Sanierung der Hamburger Modekette. Das gefährdet die Sanierung von Tom Tailor.

  • rtr
  • HB
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