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Modebranche Tom Tailor will mit Nena-Kollektion zurück in die Erfolgsspur

Der Popstar soll mit einer eigenen Kollektion dem Modeunternehmen aus der Krise helfen. Auch der Verkauf der Tom-Tailor-Tochter Bonita steht zur Debatte.
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Popsängerin Nena (rechts) soll mit einer eigenen Kollektion dem Modeunternehmen aus der Krise helfen. Quelle: dpa
Berlin Fashion Week

Popsängerin Nena (rechts) soll mit einer eigenen Kollektion dem Modeunternehmen aus der Krise helfen.

(Foto: dpa)

BerlinHeiko Schäfer ist gut gelaunt. Der Chef der Tom Tailor Group aus Hamburg hat nach vielen schlechten Nachrichten mal wieder einen angenehmen Termin. Zur Fashion Week in Berlin zeigt er sich mit der Popsängerin Nena (99 Luftballons) und ihrer Tochter. „Wir freuen uns sehr über die neue Kollektion, die wir mit Nena und ihrer Tochter Larissa entworfen haben“, sagt er bei einer Modenschau in der Bar eines Hotels in Berlin-Mitte.

Und so erzählt Nena im grünen Kunstpelzjäckchen, dass „ich schon als Kind gerne Papierpüppchen angezogen habe“. Bei ihrer ersten Modekollektion, die im September in die Läden kommt, habe sie und ihre Tochter viel mitgemischt. So hat ihre Tochter die poppigen Frauenköpfe auf den T-Shirts konzipiert.

Es ist nicht die erste Sonderkollektion, die das Hamburger Unternehmen herausbringt. So versucht das Starmodell Franziska Knuppe schon länger, das Tochterunternehmen Bonita mit eigenen Kollektionen wieder modisch auf Kurs zu bringen.

Was bringt die Kooperation mit solchen Stars? „Wir haben mit solchen Kapsel-Kollektionen sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Schäfer dem Handelsblatt. „Es geht weniger um zusätzlichen Umsatz sondern darum, im Gespräch zu bleiben und zu testen, wie weit wir in der modischen Gestaltung gehen können.“

Schäfer ist gefordert. Er muss den Hamburger Modekonzern wieder auf Wachstumskurs bringen. Denn in den vergangenen Monaten haben sich die schlechten Nachrichten gehäuft: Im September musste er die Jahresziele für 2018 einkassieren. Und im November überraschte er die Börse mit schlechten Quartalszahlen.

Vor allem die 2012 zugekaufte Kette Bonita für etwas ältere Kundinnen macht Probleme – und das, obwohl Schäfer bereits viele Bonita-Läden geschlossen und die Kollektionen neu positioniert hatte. Nach jahrelangen Problemen bei Bonita scheint die Geduld Schäfers aber zu Ende zu gehen. So kündigte er bereits im November an, für Bonita „alle Optionen“ zu prüfen.

Jetzt wird er konkreter und bestätigt: „Der Verkauf von Bonita ist eine von mehreren Optionen für uns.“ Er hat zwar noch keinen offiziellen Verkaufsprozess gestartet. „Es haben sich aber schon Interessenten bei uns gemeldet.“

Bevor es möglicherweise so weit kommt, will er Bonita wieder profitabel machen. Denn während es bei der Kernmarke Tom Tailor „sehr gut läuft“, steht bei Bonita die weitere Modernisierung an, von Marke, Läden und Kollektion. Die Aufräumarbeiten gehen weiter. Er hat schon rund 400 Bonita-Läden geschlossen. 750 Läden gibt es noch, davon sind rund 550 in Deutschland. „In den nächsten Jahren werden noch 100 weitere geschlossen“, kündigte Schäfer an.

Tom Tailor und Bonita bewegen sich in der Mitte des Modemarktes. Und der wird lauf Achim Berg, Modeexperte von McKinsey, in den kommenden Jahren am wenigsten wachsen. Er erwartet, dass nur das Billigsegment mit Ketten wie Primark oder das Luxussegment stark wachsen werden.

Schäfer wiederum rechnet dieses Jahr für die Kernmarke Tom Tailor mit einem Umsatzplus, das über dem Marktwachstum liegt. „Bei Bonita erwarten wir eine Umsatzstagnation. Da steht für uns im Vordergrund, die Profitabilität zu steigern.“ Für das vergangene Jahr hatte er die Prognose um bis zu neun Prozent auf 840 Millionen Euro im November gesenkt.

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