Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Modebranche Verschwiegene Eigentümerfamilie will C&A in Brasilien an die Börse bringen

Der Brenninkmeijer-Clan plant überraschend einen Börsengang in Südamerika. Das Geld will die Familie in weiteres Wachstum investieren.
13.09.2019 - 08:49 Uhr Kommentieren
C&A will in Brasilien an die Börse gehen Quelle: dapd
C&A

Die Textilkette plant, ihr großes Brasilien-Geschäft an die Börse zu bringen.

(Foto: dapd)

Düsseldorf Die Familie Brenninkmeijer plant einen für sie ungewöhnlichen Schritt: Sie will das Geschäft ihrer Textilkette C&A in Brasilien an die Börse bringen. Das berichten die „Textilwirtschaft“ und der Online-Dienst „Business of Fashion“. In Brasilien ist C&A mit 278 Filialen in 120 Städten eine der größten Modeketten.

Die Cofra-Holding der Familie Brenninkmeijer, die im Schweizer Zug ihre Beteiligungen an C&A und anderen Unternehmen bündelt, hat die Pläne bestätigt. So habe Cofra bei den brasilianischen Regulatoren der Börse einen entsprechenden Antrag gestellt. Dennoch ist der Börsengang ein ungewöhnlicher Schritt für die verschwiegene Familie.

Denn seit der Gründung von C&A 1841 im niederländischen Sneek hat die Familie die Kontrolle über die Textilkette. Eine Beteiligung externer Investoren war undenkbar. Die Familie stellte strenge Regeln auf, damit der Kreis der Gesellschafter aus der Familie, die sich an der Holding Cofra beteiligen dürfen, klar begrenzt wurde. So baute die Familie ihre Textilkette in Europa auf, wo sie heute mehr als 1575 Filialen in 18 Ländern betreibt, und expandierte schon früh nach Brasilien und nach China.

Aber bereits Anfang 2018 hatten Schlagzeilen für Aufsehen gesorgt, dass die C&A-Eigentümerfamilie einen Verkauf des Modeunternehmens plane. Damals war die Rede von chinesischen Investoren. Über ihre Cofra-Holding ließ die Familie damals mitteilen: „Der andauernde Umbau von C&A beinhaltet auch das Ausloten verschiedener Wege, um in Wachstumsmärkten wie China und im Digitalen Fahrt aufzunehmen.“ Das könne „potenziell auch Partnerschaften und andere Arten von zusätzlichen, externen Beteiligungen beinhalten“.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Der Gesamtverkauf blieb aus. Aber der sonst sehr verschwiegene Brenninkmeijer-Clan deutete damals an, dass sich C&A auch in einzelnen Regionen öffnen könnte. Jede C&A-Region habe „Möglichkeiten der Expansion mit einer Reihe von Parteien sondiert“.

    Die Modekette steht in Europa unter Druck

    Nach Angaben von „Business of Fashion“ soll die Familie den Erlös aus dem Börsengang des Brasiliengeschäfts dazu nutzen, Schulden zu tilgen und das organische Wachstum in Brasilien zu finanzieren. Investmentbanken wie Morgan Stanley, Citi und Santander sollen demnach den Börsengang koordinieren.

    C&A steht in Europa unter Druck, weil es von zwei Seiten angegriffen wird: zum einen von Discountern wie Primark und zum anderen von Modeketten wie Zara. Der ehemalige Europa-Chef Alain Caparros hatte versucht, mit einer Doppelstrategie darauf zu reagieren. Er führte die Billiglinie Best Deal ein und holte Marken wie Mustang Jeans ins Haus.

    Im Frühjahr trat der Ex-Rewe-Chef überraschend ab – „aus gesundheitlichen Gründen“ – wie es offiziell hieß. Seitdem führt mit Edward Brenninkmeijer wieder jemand aus der Eigentümerfamilie das Geschäft. Er ist nicht nur CEO von C&A in Europa, sondern auch von China und Brasilien.

    Mehr: Die Macht der Discounter im Modemarkt wächst. Jetzt setzen immer mehr Händler auf höherpreisige Marken, um sich gegen die Billig-Anbieter zu wehren.

    Startseite
    Mehr zu: Modebranche - Verschwiegene Eigentümerfamilie will C&A in Brasilien an die Börse bringen
    0 Kommentare zu "Modebranche: Verschwiegene Eigentümerfamilie will C&A in Brasilien an die Börse bringen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%