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Modebranche Zalandos Kunden kaufen immer weniger ein – durch Zalon soll sich das ändern

Zuletzt haben die Kunden weniger Geld pro Einkauf ausgegeben. Durch Stylisten und Künstliche Intelligenz will die Berliner Modeplattform das ändern.
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Zalando will bei den Kunden mit Beratung punkten Quelle: Reuters
Zalando-Showroom in Berlin

Durch Beratung will der Online-Modehändler seine Kunden dazu bewegen, wieder mehr pro Einkauf auszugeben.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Zalando hat ein Problem: Die Kunden kaufen pro Besuch auf der Modeplattform immer weniger ein. Das soll sich ändern, dank der Tochter Zalon. Deren CEO Ivo Scherkamp setzt darauf, die Kunden immer besser zu beraten. „Kunden, die wir beraten, kaufen etwa doppelt so viel ein wie diejenigen, die direkt bei Zalando shoppen“, sagte Scherkamp bei einer Podiumsdiskussion von Zalon in Berlin.

Wer bei Zalon einkauft, muss sich erst Zeit nehmen, um ein paar Fragen zu seinem Kleidungsstil zu beantworten. Dann stellt ein Stylist ein Outfit für den Kunden zusammen. Dabei nutzt er die Angaben des Kunden sowie die maschinelle Intelligenz des Algorithmic Fashion Companion (AFC), der wiederum auf die riesige Datenbank von Zalando zurückgreift.

Die Kosten für einen Kunden, der über Zalon einkauft, seien deutlich größer als bei Zalando. „Aber der Kunde kauft teurere Produkte, weniger Teile mit Rabatt und gibt mehr Geld pro Einkauf aus“, begründete Scherkamp, dass sich die Investition für Zalando lohne.

Zalon beschäftigt in Europa insgesamt 700 Stylisten. Die werden prozentual an den Umsätzen der Kunden beteiligt. Entscheidend ist deren enge Zusammenarbeit mit der Künstlichen Intelligenz der AFC-Algorithmen. „Wir haben mehrere Millionen Daten über Outfits“, sagte Scherkamp. „Es gibt wenige Konkurrenten, die über ähnlich viele Informationen verfügen.“

Das, was Zalon betreibt, gehört zum Curated Shopping, also zum Shopping mit Stilberatung. Diesen Markt haben schon andere Unternehmen in Deutschland entdeckt. Doch das Geschäft ist nicht leicht. Das haben schon Konkurrenten wie Outfittery erlebt, die in die roten Zahlen gerutscht sind – und sich jetzt mühsam wieder erholen.

Scherkamp jedoch vertraut – mit dem großen Know-how in der Datenanalyse von Zalon und Zalando – auf das Geschäftsmodell. „Wir werden bald unsere Styleberatung noch in weiteren Ländern anbieten“, kündigte er an.

Außerdem arbeitet er daran, die erst im März vergangenen Jahres gestartete neue Sparte mit Beauty-Produkten in die Zalon-Beratung zu integrieren. Zalon sammele noch Erfahrungen mit der neuen Produktkategorie und passe seine Software-Tools entsprechend an. „Wir werden unseren Kunden künftig aber auch Empfehlungen für Beauty-Produkte geben“, verriet der Zalon-Chef.

Damit greift Zalon auch Parfümketten wie Douglas an, die in ihren Filialen stark auf die persönliche Beratung setzen. Die Plattform wird aber auch eine immer größere Konkurrenz für den klassischen Mode-Einzelhandel, zu dessen Kernkompetenz eigentlich die Beratung durch geschulte Verkäufer in den Läden gehört.

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