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Modehändler C&A verkauft Mustang-Jeans in vielen weiteren Filialen

Bald gibt es Mustang-Jeans in 370 Filialen des Textildiscounters. Das ist Teil der C&A-Strategie, mit hochwertigen Marken mehr Kunden anzulocken.
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C&A bekommt wie alle Modehäuser in Deutschland den Frequenzverlust in den Innenstädten zu spüren. Quelle: obs
Mustang-Jeans bei C&A

C&A bekommt wie alle Modehäuser in Deutschland den Frequenzverlust in den Innenstädten zu spüren.

(Foto: obs)

DüsseldorfC&A-Kunden sind äußerst preisbewusst. Sie nehmen es sogar in Kauf, dass ihr Modehaus gerne mal als „Charme & Armut“ bespöttelt wird. Doch sie sind offenbar bereit, auch mal mehr Geld für ihre Kleidung auszugeben.

So hat C&A die Testphase mit Mustang-Jeans vorzeitig beendet – aber nicht wegen eines Misserfolgs. Der Düsseldorfer Konzern dehnt den Verkauf von Mustang Jeans in den nächsten Monaten von 30 auf weitere 340 Häuser in Europa aus.

Die Marke werde C&A „die Erschließung neuer Zielgruppen ermöglichen“, sagte Mohamed Bouyaala, COO des Textilkonzerns, in einer Pressemitteilung. Die Kooperation mit Mustang Jeans gehört zur Doppel-Strategie, mit der C&A-Europachef Alain Caparros den Konzern wieder auf Erfolgskurs führen will.

Denn C&A wird im Modemarkt von oben und unten angegriffen. „Von der einen Seite bedrängen uns die Zaras, von der anderen die Discounter von Aldi über Takko bis Primark“, sagte Caparros in seinem ersten Interview mit dem Handelsblatt. „Wir müssen aufpassen, dass wir dazwischen nicht zerrieben werden.“

Er kündigte deshalb damals an: „Ich setze auf Fremdmarken, die wir gezielt im ganzen Laden verteilen.“ Er will nicht nur Textilien von bekannten Marken künftig verkaufen, sondern auch ganz neue Produktsortimente. So gab er im November die Allianz mit der Kölner Einrichtungskette Butlers bekannt. Die bietet ihre Bestseller seitdem in vielen C&A-Häusern an. Außerdem arbeitet er mit der Kette für Karnevals- und Partyprodukte, Deiters, in einigen Filialen zusammen.

C&A bekommt wie alle Modehäuser in Deutschland den Frequenzverlust in den Innenstädten zu spüren. Denn immer mehr Kunden kaufen ihre T-Shirts, Schuhe und Jacken bei Zalando, Amazon und anderen im Internet ein.

So prüfen viele große Konzerne inzwischen, ob sie ihre großen Verkaufsflächen aufgeben oder Untermieter aufnehmen. So hat selbst der verschwiegene Modehändler P&C aus Düsseldorf vor Weihnachten bekannt gegeben, über die Verkleinerung mancher Häuser nach zu denken.

Für Marken wie Mustang ist die Kooperation mit C&A die Chance, neue Kunden zu erreichen. Sie birgt aber auch das Risiko, dass der Marke ein Billig-Image anhaftet. Mustang-Chef Andreas Baur jedenfalls hat damit kein Problem. „Die Testphase hat unsere Erwartungen übertroffen“, zog er jetzt eine positive Zwischenbilanz des Unternehmens aus dem baden-württembergischen Künzelsau.

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