Modehersteller Steilmann Jetzt sind auch mehrere Töchter insolvent

Nach der Insolvenz des Modeherstellers Steilmann haben nun auch mehrere Konzerntöchter des Unternehmens Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Vor diesem Hintergrund gehe der Vorstand davon aus, dass die Holding überschuldet sei.
Steilmann hatte Ende Februar nur knapp fünf Monate nach dem Börsengang Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht Dortmund angemeldet. Quelle: dpa
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Steilmann hatte Ende Februar nur knapp fünf Monate nach dem Börsengang Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht Dortmund angemeldet.

(Foto: dpa)

BergkamenNach der Insolvenz des Modeherstellers Steilmann haben nun auch mehrere Konzerntöchter des Unternehmens Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Betroffen seien unter anderem die IDS IDEA, Kettenbach GmbH, die MR Hometextile GmbH und deren Töchter, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bergkamen mit.

Von den neuen Insolvenzanträgen der Tochtergesellschaften der Steilmann-Gruppe sind nach Angaben eines Sprechers des Insolvenzverwalters auch sogenannte Enkelgesellschaften betroffen. Das sind Tochtergesellschaften von Konzerngesellschaften der Steilmann-Gruppe wie Apanage. „Dazu gehören auch deutsche Gesellschaften anderer Marken“, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters. Zur Steilmann-Gruppe gehören noch Marken wie etwa Kapalua und Roadsign.

Für diese Konzerngesellschaften sei es wichtig, „dass bald ein Finanzinvestor einspringt, um für die nötige Liquidität dieser Unternehmen zu sorgen“, sagte der Sprecher. Nur dann könnten die operativen Geschäfte dieser Unternehmen weitergeführt werden. Der Betrieb der zwölf Textilhäuser der Boecker-Kette laufen unterdessen weiter. Auch die Häuser der Adler-Modekette sind von den neuen Insolvenzen der Steilmann-Gruppe nicht betroffen, teilte die Gruppe mit.

Vor diesem Hintergrund und insbesondere der nun erforderlich gewordenen Wertberichtigungen gehe der Vorstand davon aus, dass die Steilmann Holding überschuldet sei. Es sei materiell keine neue Lage entstanden, erläuterte ein Sprecher. Die Überschuldung sei eine technische Folge der Anschlussinsolvenzen.

Steilmann hatte Ende Februar nur knapp fünf Monate nach dem Börsengang Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht Dortmund angemeldet. Zuvor waren Sanierungsverhandlungen erfolglos geblieben. Wegen schlechter Verkaufszahlen infolge des ungewöhnlich warmen Winters war das traditionsreiche Bekleidungsunternehmen Ende vergangenen Jahres in Schwierigkeiten geraten.

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