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Gerry Weber

Vor allem das Geschäft im Core-Bereich brach ein.

(Foto: dpa)

Modekonzern Umsatz von Gerry Weber bricht ein – die Blitzanalyse

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DüsseldorfDer Modekonzern Gerry Weber aus Halle/Westfalen hat seine Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Die wichtigsten Fakten:

  • Der Umsatz fiel im dritten Quartal um 11,4 Prozent auf rund 170 Millionen Euro.
  • Das betriebliche Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank deutlich von plus 6,1 auf minus 1,3 Millionen Euro.
  • „Die unbefriedigende Umsatzentwicklung bestärkt uns noch mehr, unser Geschäftsmodell mit Nachdruck umzustellen und diese Transformation dort, wo möglich, noch stärker voranzutreiben“, kommentierte Vorstandschef Ralf Weber die schlechten Quartalszahlen.

Das fällt positiv auf

Starkes Online-Geschäft: In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017/18 ist der Umsatz auf eigenen Plattformen um 6,2 Prozent auf 22,1 Millionen Euro gewachsen. Die Marke Hallhuber schaffte sogar ein Umsatzplus von 37,5 Prozent auf 19,4 Millionen Euro im Onlinegeschäft.

Das fällt negativ auf

Schwache Kernmarken: Vor allem das Geschäft im Core-Bereich mit den Kernmarken Gerry Weber, Taifun und Samoon und der neueren Marke Talkabout brach ein. Es sank in den ersten neun Monaten um 14 Prozent auf nur noch rund 251 Millionen Euro.

Was jetzt passiert

Sanierung stockt weiter: Der Vorstand bestätigte zwar die letzte angepasste Prognose für das Geschäftsjahr 2017/18. Er bezeichnete das Umsatzziel allerdings als „äußerst ambitioniert“. Bereits vor einigen Monaten hatte Gerry Weber die Prognose nach unten korrigiert.

So erwartet der Vorstand jetzt nur noch einen Umsatz zwischen 830 und 840 Millionen Euro und nicht mehr zwischen 870 und 890 Millionen Euro. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wird schlechter ausfallen: Statt zwischen zehn und 20 Millionen Euro wird es vermutlich zwischen minus zehn Millionen bis null Euro liegen.

Der Vorstand versprach eine Kostensenkung in den nächsten drei bis fünf Jahren im mittleren, zweistelligen Millionenbereich. Sie soll in diesem Zeitraum ein zusätzliches Potenzial beim operativen Ergebnis von bis zu jährlich 35 bis 40 Millionen Euro bringen.

Es ist bereits das zweite große Sanierungsprogramm, das der Sohn des Firmengründers Gerhard Weber startet, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Vor knapp drei Jahren hatte Weber bereits ein breit angelegtes Kostensenkungsprogramm gestartet unter dem Titel „Fit4Growth“. Es führte aber nicht wirklich zu einer Trendwende.

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