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Modemesse Berlin kämpft um die Fashion Week

Weil immer mehr Läden schließen, kommen weniger Einkäufer auf die Modemessen. Die Fashion Week sich mit einem neuen Konzept behaupten. Aber der große Wurf bleibt fehlt bislang.
14.01.2020 - 17:19 Uhr Kommentieren
Mittlerweile sind es mehr mittelgroße deutsche Label und junge Designer, die in Berlin ihre Kollektionen zeigen.
Models bei der Auftaktshow von Mercedes-Benz

Mittlerweile sind es mehr mittelgroße deutsche Label und junge Designer, die in Berlin ihre Kollektionen zeigen.

Berlin Der harte Umbruch in der deutschen Modebranche erreicht die Fashion Week in Berlin. Die einst größte Modemesse Panorama, die während der Fashion Week stattfindet, hat sich deutlich verkleinert. Füllten die Aussteller vor einem Jahr noch elf Hallen, waren es in diesem Jahr nur noch zwei.

Dennoch sind viele Besucher zum Flughafen Tempelhof gefahren, um die neuen Ausstellungsräume in den spektakulären Flugzeug-Hangars zu bewundern. Doch völlig offen ist, ob der Umzug vom Berliner Messegelände in die legendären Hallen des ehemaligen Flughafens Tempelhofs die Messe vor dem Aus retten kann. Denn der Modemarkt ändert sich radikal.

Weil immer mehr Läden schließen, kommen weniger Einkäufer auf die Messen. Der Umzug ist auch ein Versuch von Berlin, sich mit einem neuen Konzept gegenüber den großen Modestädten Mailand, Paris und London in Europa zu behaupten.

Scott Lipinski hofft, dass die Fashion Week Berlin mit ihrer Vielfalt punkten kann. „Berlin bietet eine große Vielfalt an Messen, Schauen und Konferenzen“, sagte der Geschäftsführer der Mode-Lobby-Organisation Fashion Council Germany dem Handelsblatt. „Das finden Sie so in keiner europäischen Metropole.“

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    Er meint etwa die Fashiontech und die Fashionsustain, auf der Experten über neue Produktionstechnologien und Materialien diskutieren. Doch bei den Modeschauen ist es Berlin seit dem Start der Fashion Week 2007 nicht gelungen, die großen Modemarken zu Shows an die Spree zu holen.

    Anfangs ließ Mercedes-Benz als Sponsor der Fashion Week noch große weiße Zelte gleich neben dem Brandenburger Tor aufbauen, um für Glamour zu sorgen. Doch diese Ansprüche sind inzwischen der Bescheidenheit gewichen. Die Schauen sind mehrfach umgezogen und finden nun in einem alten Kraftwerk statt.

    Neue Designer statt großen Namen

    Und bis auf sporadische Auftritte von großen Namen wie Hugo Boss sind es mehr mittelgroße deutsche Label und neue, junge Designer, die in Berlin ihre Kollektionen zeigen. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Messen im Laufe der Jahre deutlich reduziert.

    So ist die Bread & Butter, einst von ihrem Erfinder Karl-Heinz Müller zur größten Messe für Freizeitmode in Europa gemacht und im Flughafen Tempelhof etabliert, mittlerweile verschwunden. Mit seiner Messepolitik irritierte Müller immer mehr große Modefirmen, die daraufhin absprangen. Schließlich musste er Ende 2014 Insolvenz anmelden.

    Hinzu kommt, dass die unterschiedlichen Modemessen weit verteilt waren. Mancher Einkäufer und Aussteller hatte gehofft, dass sich die wichtigsten Veranstaltungen auf ein gemeinsames Gelände einigen könnten. Doch jetzt ist nur die wachsende Messe Neonyt, die grüne Mode vertritt, mit nach Tempelhof gezogen.

    Die große Messe Premium, die sich auf Premiummode konzentriert, bleibt an ihrem Standort am Gleisdreieck in Kreuzberg. „Es gibt derzeit keinen Grund, nach Tempelhof umzuziehen“, sagt Premium-Chefin Anita Tillmann. Die Fläche sei ohnehin viel zu klein sei. „Wir füllen Tempelhof alleine mit unseren Formaten total aus“, so Tillmann.

    Doch die Messelandschaft wandelt sich immer schneller, ebenso wie die Modebranche. Das musste auch die langjährige deutsche Modehauptstadt Düsseldorf erfahren. Da ist aus der einst größten Modemesse der Welt, der CPD, längst eine überschaubare Veranstaltung geworden. Die meisten Einkäufer kommen inzwischen nicht zur Messe, sondern in die über 600 Showräume der einzelnen Marken.

    Nachhaltigkeit auf der Berliner Fashion Week

    Mehr: Der Weltmodemarkt wird langsamer wachsen. Gleichzeitig wird der Abstand zwischen erfolgreichen Konzernen und deutschen Mittelständlern laut einer Studie immer größer.

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