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Möbelhauskette Ikea steigt in den Handel mit Second-Hand-Möbeln ein

Ein zweites Leben für Billy-Regale: Das schwedische Möbelhaus kauft jetzt Möbel von den Kunden zurück. Doch das gilt nicht für alle Produkte.
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Ikea steigt in den Handel mit Second-Hand-Möbeln ein Quelle: dpa
Ikea

Der schwedische Möbelriese will gebrauchte Möbel zurückkaufen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Wer gebrauchte Möbel kaufen wollte, dem blieben bisher nur zwei Möglichkeiten: Entweder ging man auf einen Flohmarkt oder schaute sich auf einer Auktionsplattform wie Ebay um. Nun gibt es eine weitere Anlaufstelle: Ikea steigt als erste Möbelkette in Deutschland bundesweit in den Second-Hand-Handel ein.

Ab dem 15. Juli kauft das Unternehmen in allen 53 Möbelhäusern gebrauchte Ikea-Möbel an, um sie dann in ihren Fundgruben weiterzuverkaufen. Doch nicht alle Möbel werden zurückgenommen: Ikea hat rund 1.000 Artikel aus besonders beliebten Produktgruppen wie Esstische und Stühle, Kommoden oder Couch- und Beistelltische definiert, die für einen Rückkauf in Frage kommen.

Kunden müssen zunächst auf der Ikea-Website anfragen, ob ihr Produkt zurückgenommen wird. Dann holen sie sich online einen unverbindlichen Preisvorschlag ein. Erst danach können sie ihr Produkt ins Möbelhaus bringen. Zerlegt werden müssen die Möbel nicht. Das Produkt wird später in der Fundgrube zum Rückkaufpreis zuzüglich Mehrwertsteuer wieder angeboten.

Seit September 2018 hat Ikea dieses Programm in fünf Einrichtungshäusern getestet. „Unsere Kunden nehmen das Angebot gern an und wir konnte den Service gut in den Ablauf in den beteiligten Einrichtungshäusern integrieren“, erklärte Christiane Scharnagl, Sustainability Managerin bei Ikea Deutschland. Dass es einen Markt für gebrauchte Möbel gibt, zeige der Abverkauf in der Fundgrube: Die allermeisten Produkte finden innerhalb von zwei Tagen einen neuen Besitzer.

Reduzierte Preise für umgetauschte Ware

Schon heute hat jeder Ikea-Markt eine Fundgrube, in der zu reduzierten Preisen Ausstellungsstücke angeboten werden und umgetauschte Ware, die nicht mehr im Originalzustand ist. „Wir legen großen Wert darauf, umgetauschte Ware wieder in den Verkauf zu bringen“, betont Christiane Scharnagl.

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) begrüßt das neue Angebot von Ikea. „Kunden, die sich für gebrauchte Möbel entscheiden, setzen ein klares Zeichen für den Umwelt- und Naturschutz“, sagt Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des Nabu. „Noch immer landen zu viele noch funktionsfähige Möbel in der Müllverbrennung, daher muss der Gebrauchtmöbel-Markt unbedingt gestärkt werden.“

Ikea hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 klimapositiv zu werden. Das neue Programm „Zweite Chance“ soll dazu beitragen. Es bedeute einen aktiven Einstieg in die Kreislaufwirtschaft, betonte das Unternehmen in einer Mitteilung.

Mehr: Das schwedische Einrichtungskonzern hat das Internet lange Zeit nicht beachtet. Jetzt kommt das große Umdenken. Dabei spielt auch Amazon eine wichtige Rolle. Ikea plant einen Wandel und will ins Online-Geschäft einsteigen

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