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Mögliche Warenhaus-Fusion Kartellamt erwartet komplexe Prüfung bei Karstadt und Kaufhof

Bei der möglichen Fusion von Karstadt und Kaufhof ist mit einer aufwendigen Prüfung des Bundeskartellamts zu rechnen. Auch Amazon wird beobachtet.
06.08.2018 - 21:30 Uhr Kommentieren
Eine Fusion der Warenhäuser wäre möglich. Tritt der Fall ein, muss das Bundeskartellamt die Auswirkungen auf lokale Strukturen prüfen. Quelle: dpa
Karstadt und Kaufhof

Eine Fusion der Warenhäuser wäre möglich. Tritt der Fall ein, muss das Bundeskartellamt die Auswirkungen auf lokale Strukturen prüfen.

(Foto: dpa)

Bonn/Frankfurt/Berlin Bei der möglichen Fusion der Warenhausunternehmen Karstadt und Kaufhof erwarten die Wettbewerbshüter des Bundeskartellamts eine komplexe Prüfung. Sollte es zu einem Zusammengehen beider Seiten kommen, müsse man die Folgen sowohl für die Kunden als auch für Lieferanten genau untersuchen, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag). In diesem Fall stehe ein „extrem umfangreiches und aufwendiges Verfahren“ an.

Im Einzelhandel seien auch die Auswirkungen auf lokale Strukturen und auf das Einkaufen im Netz zu beachten: „Wir müssen uns nicht nur die vielen einzelnen Produktkategorien genau anschauen, sondern auch die Verhältnisse auf den regionalen Märkten. Und es ist nicht nur der stationäre Handel zu betrachten, sondern auch der Onlinehandel“, sagte Mundt. Zudem dürfte ein kombinierter Karstadt/Kaufhof-Konzern eine große Einkaufsmacht gegenüber Zulieferern haben.

Ende Juli hatte es aus Verhandlungskreisen geheißen, die Gespräche zwischen Karstadt und Kaufhof liefen weiter. Eine endgültige Einigung gebe es aber noch nicht.

Vor einem Monat hatte sich erstmals auch der kanadische Kaufhof-Eigentümer Hudson’s Bay Company (HBC) öffentlich zu Berichten über ein geplantes Zusammengehen mit Karstadt geäußert. Damals war die Rede von einer inzwischen unterzeichneten, aber noch unverbindlichen Absichtserklärung mit dem Karstadt-Eigner Signa, Optionen für eine Gemeinschaftsfirma zu prüfen.

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    Signa-Chef René Benko versucht seit Jahren, den angeschlagenen Kaufhauskonzern zu übernehmen. Die Warenhausketten stehen aufgrund des wachsenden Onlinehandels sowie durch immer mehr Einkaufszentren in den Innenstädten unter Druck. Durch den Zusammenschluss der beiden Rivalen sollen Kosten gespart werden. Außerdem entfielen teure Rabattschlachten. Kaufhof betreibt in Deutschland 96 Filialen, Karstadt rund 80.

    Bei Amazon wird unterdessen eine Untersuchung eingeleitet, ob der Internetkonzern auf seiner Plattform den Wettbewerb anderer Händler behindert. Amazon trete gegenüber den Endkunden nicht nur selbst als Händler auf, sondern betreibe auch eine bedeutsame elektronische Plattform für dritte Einzelhändler, sagte Mundt der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

    „Wir sprechen hier von Hybridplattformen. Bei solchen Plattformen besteht immer auch ein gewisses Potenzial für eine Wettbewerbsbehinderung der anderen Händler auf der Plattform“, sagte der Behördenchef. Dem Kartellamt lägen dazu auch Beschwerden vor. „Wir wollen uns daher diesen Teil des E-Commerce genauer anschauen.“ Wie genau die Prüfung aussehe, sei noch offen. „Zu gegebener Zeit könnten wir uns aber auch bestimmte Aspekte der E-Commerce-Plattformen im Rahmen eines Verfahrens anschauen.“

    Eine Entscheidung in dem seit gut zwei Jahren laufenden Verfahren gegen Facebook benötige noch mehr Zeit, sagte Mundt laut Vorabbericht. Facebook sei „ein bisschen wie ein bewegliches Ziel“. Nachdem der US-Internetkonzern Nachbesserungen vorgenommen und eine neue Löschfunktionalität eingeführt habe, werde es weitere Gespräche geben. „Trotzdem würde wir gerne noch in diesem Jahr Ergebnisse vorlegen.“ Die Bonner Behörde prüft, ob das weltgrößte Internet-Netzwerk seine Marktmacht missbraucht.

    • dpa
    • rtr
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