Møller-Maersk Reederei schreibt überraschend rote Zahlen

Die weltgrößte Reederei Møller-Maersk verzeichnet überraschend ein Minus in Höhe von mehr als 250 Millionen Euro - Analysten hatten einen Gewinn prognostiziert. Grund für den Verlust war unter anderem eine Cyberattacke.
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Im zweiten Quartal stand unter dem Strich ein Minus von 264 Millionen Dollar. Quelle: dpa
Moeller-Maersk

Im zweiten Quartal stand unter dem Strich ein Minus von 264 Millionen Dollar.

(Foto: dpa)

KopenhagenDie weltgrößte Reederei A.P. Møller-Maersk ist überraschend in die Verlustzone gerutscht. Statt des von Analysten erwarteten Gewinns von rund einer halbe Milliarde Dollar stand im zweiten Quartal unter dem Strich ein Minus von 264 Millionen, wie der dänische Konzern am Mittwoch mitteilte. Grund seien Abschreibungen auf Tankschiffe und Terminals in Höhe von rund 700 Millionen Dollar.

Auch die weltweite Cyber-Attacke Ende Juni kommt den Hapag-Lloyd-Rivalen in diesem Jahr teuer zu stehen. Maersk geht von einem Schaden zwischen 200 und 300 Millionen Dollar aus, weil der massive Hackerangriff wochenlang für Unterbrechungen in der Container-Schifffahrt sorgte.

Das sind die größten Reedereien der Welt
Platz 10: Hamburg Süd Group
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Ein Unternehmen mit Tradition: Seit ihrer Gründung 1871 hat sich die Hamburg Süd von einer konventionellen Reederei zu einer international operierenden Transport-Logistik-Organisation entwickelt. Im März 2016 übernahm sie den chilenischen Konkurrenten CCNI. Im März 2017 hat der Oetker-Konzern – zu dem Hamburg Süd gehört – die Reederei an den Konkurrenten Maersk verkauft. Die Flotte der Hamburg Süd umfasst 105 Schiffe, die eine Containerkapazität von insgesamt 564.000 Stück haben.

Quelle: Alphaliner

Platz 9: Mitsui O.S.K. Lines
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Die Japaner sind zurück in der Top Ten. Mit der MOL Triumph hat die Reederei aus Tokio nicht nur das größte Containerschiff der Welt ist der Flotte, sondern konnte auf 79 sagenhafte 569.000 Container transportieren.

Platz 8: Yang Ming Marine Transport Corp.
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Im Jahr 1972 in Taiwan gegründet, besitzt Yang Ming eigene und in Kooperation betriebene Containerterminals in den USA, Belgien, den Niederlanden sowie in Taiwan. Die Schiffsflotte besteht aus 95 Schiffen und umfasst eine maximale Kapazität von 580.000 Containern. Doch die Reederei leidet unter der schwächelnden Konjunktur in China. Eine Großallianz, die 2017 mit der deutschen Hapag-Lloyd und vier weiteren asiatischen Reedereien startet, soll helfen.

Platz 7: OOCL
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Die Orient Overseas Container Line wurde 1947 in Shanghai durch den Unternehmer Tung Chao Yung gegründet. Auf der Flucht vor den Kommunisten siedelte Tung mit seinem 1949 nach Hongkong um. Zuletzt machte die asiatische Reederei den größten Sprung. Rund 672.000 Container kann das Unternehmen auf 98 Schiffen unterbringen. Von 1979 bis 1989 stand mit dem Öltanker Seawise Giant das bis heute größte jemals (nicht an einem Stück) gebaute Schiff im Dienst der Flotte.

Platz 6: Evergreen Line
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Die Reederei Evergreen stammt aus Taiwan. Mit ihren 194 Schiffen bedient das Unternehmen Linien in Osteuropa, nach Europa und zur US-Westküste und kann insgesamt 1,07 Millionen Standardcontainer unterbringen.

Platz 5: Hapag-Lloyd
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Mit 1,5 Millionen Containern hat aufgeholt: Unter dem Druck der schweren Schifffahrtskrise schloss sich die Reederei Hapag-Lloyd mit der arabischen Reederei United Arab Shipping Company (UASC) zusammen. Damit kommt die hamburgische Reederei, auf eine Flotte von 212 Schiffen. Zudem hat die neue Allianz mit den asiatischen Reedereien den Hamburgern eine gute Position auf den Weltmeeren verschafft.

Platz 4: Cosco Container Lines
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Die China Ocean Shipping Company wurde in Europa bekannt, weil die Reederei in der Finanzkrise 50 Prozent der Anteile am Hafen in Piräus übernommen hat. In der Containerschifffahrt haben die Chinesen ihr weltweites Netz sukzessive ausgebaut. 1,82 Millionen Container kann das Unternehmen unterbringen. Die Flotte umfasst aktuell 331 Schiffe.

Für Freude sorgten bei den Dänen hingegen die um rund ein Fünftel gestiegenen Frachtraten. „Das geht auf gute Fundamentaldaten zurück. Der globalen Wirtschaft geht es gut“, sagte Firmenchef Sören Skou der Nachrichtenagentur Reuters. Maersk rechnet deshalb damit, dass in diesem Jahr der weltweite Nachfragezuwachs für den Containertransport über Seewege am oberen Ende der vorhergesagten Spanne zwischen zwei und vier Prozent liegen wird.

Nach jahrelang sinkenden Frachtraten versuchen die Unternehmen der Branche, durch Zusammenschlüsse und Allianzen die Kosten zu senken. Møller-Maersk-Aktien legten angesichts der Aussichten am Vormittag rund ein Prozent zu.

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1 Kommentar zu "Møller-Maersk: Reederei schreibt überraschend rote Zahlen"

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  • Mal wieder ein gutes Beispiel dafür wofür Analysten gut sind.
    GAR NICHTS.

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