Møller-Maersk Reedereiriese muss Milliarden abschreiben

Der Verfall der Ölpreise und die niedrigen Frachtraten belasten den Großreeder Møller-Maersk schwer. Der Konzern muss Milliarden auf seine Ölsparte abschreiben; der Gewinn bricht daraufhin um 82 Prozent ein.
Die Reederei will auch in der Containersparte Stellen streichen. Quelle: AFP
Møller-Maersk

Die Reederei will auch in der Containersparte Stellen streichen.

(Foto: AFP)

KopenhagenHistorisch niedrige Frachtraten und der gefallene Ölpreis haben dem dänischen Reederei- und Ölgiganten A.P. Møller-Maersk 2015 schwer zu schaffen gemacht. Unter dem Strich rutschte der Gewinn der Gruppe um 82 Prozent von knapp 5,2 Milliarden auf 925 Millionen US-Dollar (823,5 Millionen Euro) ab.

Weil die Gruppe mit einem anhaltend niedrigen Ölpreis rechne, habe Møller-Maersk in der Ölsparte Abschreibungen in Höhe von 2,6 Milliarden US-Dollar vorgenommen, erklärte Unternehmenschef Nils Smedegaard Andersen.

„Wir sind mit der guten operativen Leistung in unseren Geschäftsbereichen 2015 zufrieden“, sagte Smedegaard Andersen am Mittwoch einer Mitteilung in Kopenhagen zufolge. Der Umsatz der Gruppe fiel auf knapp 40,4 Milliarden Dollar (rund 36 Milliarden Euro).

Das sind die Giganten der Meere
Containerschiff "MOL Triumph" im Hamburger Hafen
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Das Containerschiff „MOL Triumph“ legte am Abend (15. Mai 2017) in Hamburg am Terminal Burchardkai an. Mehr als 20.000 Standardcontainer (TEU) kann der Gigant laden, doch die vergleichsweise flache Elbe ließ nur eine Fahrt mit gut der Hälfte der maximalen Kapazität zu.

„MOL Triumph“ auf dem Weg zum Hamburger Hafen
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Mit 400 Metern Länge gehört die „MOL Triumph“ zu den größten Schiffen weltweit, wie der weitere Überblick zeigt.

Die „Cosco Shipping Panama“ fährt in den Panamakanal ein
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Das chinesische Containerschiff „Cosco Shipping Panama“ befuhr im Juni 2016 als erstes Schiff den ausgebauten Panamakanal. Neun Jahre nach Beginn des Ausbaus wurde die Wasserstraße damit offiziell für Schiffe der sogenannten Postpanamax-Klasse freigegeben. War es bis dahin nur Schiffen mit einer Ladekapazität von bis 4400 Containern möglich, den Kanal zu benutzen, so können mittlerweile Großschiffe mit bis zu 14.000 Containern die Wasserstraße befahren.

COSCO Shipping Panama
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Mit einer Länge von 300 Metern und fast 50 Meter Breite zählt die COSCO Shipping Panama sicher zu den Giganten der Meere.

Containerschiff „MSC Zoe“
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Die MSC Zoe beim Einlaufen in den Hamburger Hafen im August 2015. Sie ist mit 395 Metern Länge und 59 Metern Breite zwar knapp nicht das größte Containerschiff der Welt, was die Abmessungen betrifft. Ihre 19.224 Standardcontainer (TEU) bedeuten zu Zeitpunkt ihrer Indienststellung aber Weltrekord in Sachen Transportkapazität. Der Frachter wurde auf der de Daewoo-Werft in Südkorea für die Reederei MSC (Mediterranean Shipping Company) gebaut.

UASC Barzan
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In Sachen Abmessungen spielen die Containerschiffe der UASC A18 in der Champions League. 400 Meter lang und fast 60 Meter breit sind die Giganten der in Kuwait ansässigen Reederei United Arab Shipping Company. Die maximale Ladung liegt bei 18.800 TEU. (Foto: Frank Schwichtenberg/Schwicht de Burgh Photography; CC BY 3.0)

P&O Nedlloyd Tasman
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Als die "P&O Nedlloyd Tasman" im Jahr 2000 die Werft in Warnemünde verließ, war sie das größte jemals in Deutschland gebaute Containerschiff. Heute liegt das knapp 280 Meter lange Schiff eher im Mittelfeld der Containerriesen, seine Ladekapazität beträgt 5468 TEU. Die Abkürzung TEU (Twenty Feet Equivalent Unit) bezeichnet einen Standardcontainer von 20 Fuß (6,058 Meter) Länge und 8 Fuß (2,438 Meter) Breite.

Im November 2015 hatte Maersk angekündigt, in seiner Containersparte, dem größten Standbein des Unternehmens mit rund 23.000 Mitarbeitern, bis Ende 2017 etwa 4000 Stellen streichen zu wollen. Für 2016 rechnen die Dänen erneut mit einem schwierigen Jahr.

  • dpa
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