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Monoqi Design-Shop wächst mühsam

Der auf Design spezialisierte Online-Shop Monoqi hat den Niedergang seines US-Vorbilds Fab.com überlebt. Doch trotz eines Umsatzsprungs bleiben Gewinne vorerst aus. Weitere Investoren sollen nun helfen.
Monoqi-Gründer Simon Fabich will in diesem Jahr neue Geldgeber finden.
Simon_Fabich_Copyright_MONOQI Monoqi

Monoqi-Gründer Simon Fabich will in diesem Jahr neue Geldgeber finden.

Hamburg Es kommt im Online-Handel nicht oft vor, dass der Kleinere gewinnt. Doch beim Wohnaccessoire-Shop Monoqi war es so. Der größere Konkurrent – manche sagen auch: das Vorbild – Fab.com aus den USA stellte schon 2013 nach übertriebenem Wachstum seinen deutschen Shop rund um hochwertige Aktionsware von Designern ein.

Monoqi überlebte. Auf 23,2 Millionen Euro Umsatz sei das Berliner Unternehmen 2015 gekommen – nach zehn Millionen Euro im Vorjahr, sagte Gründer Simon Fabich dem Handelsblatt.

Doch auch er muss feststellen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Den vor rund zwei Jahren im Gespräch mit dem Handelsblatt für Mitte 2015 in Aussicht gestellten Sprung in die Gewinnzone vertagt er inzwischen auf 2017. So laufe die Erweiterung um einen Marktplatz, bei dem sich Designer und stationäre Möbelhändler finden sollen, zäher an als gedacht.

„Man muss mehr Durchhaltevermögen beweisen als beim Privatkundengeschäft“, sagte Fabich. Es dauere länger, die Einkaufsgewohnheiten der Möbelhändler zu verändern als diejenigen der Endkunden. Allerdings seien bereits 500 Designer auf der Plattform.

Auch beim Geschäft mit den Endkunden sucht Monoqi neue Wege. Bislang war das Prinzip der Plattform, regelmäßig neue Aktionen per Newsletter an die Kunden zu schicken. Erst nach Bestelleingang beschaffte Monoqi die Ware bei den Designern. Der Vorteil dieser sogenannten „Flash-Sales“: Monoqi hat keine Ware im Lager, bindet also wenig Kapital. Für die Anbieter hat das allerdings auch Nachteile. Schließlich ist Kennzeichen des Shops, dass in der Regel günstige Sonderangebote gemacht werden. Außerdem erreicht Monoqi damit fast ausschließlich Impulskäufer.

Künftig wollen die Berliner mit ihren 130 Mitarbeitern auch Kunden ansprechen, die gezielt nach Einrichtungsgegenständen zu Normalpreisen suchen. Dazu wollen sie ein dauerhaftes Sortiment anbieten – von Möbeln bis zu Design-Objekten. Anders als etwa Home24 soll das ohne eigene Lager geschehen – etwa durch Zusammenarbeit mit Direktlieferanten oder durch längere Lieferzeiten.

Weiteres Wachstum soll die Internationalisierung bringen. 2015 ist Monoqi bereits unter anderem nach Großbritannien und die Schweiz expandiert. Im Dezember sei so bereits 45 Prozent des Umsatzes aus dem Ausland gekommen, sagte Fabich. In diesem Jahr soll Skandinavien dazu kommen, später auch Südeuropa.

Solche Pläne sollen neue Investoren locken. Bislang ist der Verlag Condé Nast mit 34 Prozent größter Anteilseigner. 2016 will Fabich neue Geldgeber finden. Über die Höhe des gewünschten Betrags sei noch nicht entschieden, sagte er.

Monoqi steht auch in Konkurrenz zu den Rocket-Internet-Firmen Westwing und Home24. Diese kommen auf deutlich mehr Umsatz. Der Möbel-Versender Home24 kam in den ersten neun Monaten 2015 auf 172 Millionen Euro, der Design-Shopping-Club Westwing auf 154 Millionen Euro.

Möbel für Macher
Moosmanufaktur Freund
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Man muss im Internet wohl nicht lange nach Studien suchen, die beweisen, dass sich ein Mitarbeiter in einer gesunden Umgebung wohler fühlt, als wenn er von grauen Bürowänden umgeben ist. Wie wäre es also mal mit etwas Moos? Zu sehen gibt es die ungewöhnliche Wandgestaltung derzeit auf der internationalen Einrichtungsmesse IMM Cologne, die noch bis Sonntag geöffnet hat.

(Foto: Carina Kontio)
100 Prozent Naturmoos
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Die grünen Wandelemente, die von der Firma Freund aus Berlin hergestellt werden, bestehen ausschließlich aus echten Moosen und Pflanzen. Besonders praktisch: Die Moose sind gereinigt und konserviert! Für Menschen wie mich, die noch nie einen Grünen Daumen hatten, wohl das perfekte Accessoire für den Arbeitsplatz...

(Foto: Carina Kontio)
Lust auf ein Meeting im Grünen?
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Und ja, es riecht! Aber gar nicht aufdringlich und unangenehm, sondern ein kleines bisschen nach Wald. Eigentlich doch ganz nett, oder? Wir kommen ja eh viel zu selten aus unseren Büros raus...

(Foto: Carina Kontio)
Pappelrinde
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Sie sind mehr so der Holz-Typ? Dann kleiden Sie sich Ihr Büro doch mit dieser Pappelrinde aus! Die können bis zu vier Zentimeter dick sein, schlucken einiges an Lautstärke und sind genauso pflegeleicht wie das apfelgrüne Moos. So oder so: Ein interessanter Gegenpool zur schnelllebigen High-Tech-Welt, oder? Die Nachfrage nach verwittertem Holz, so heißt es unter Möbelexperten, steigt.

(Foto: Carina Kontio)
Organoid Technologies
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Am Stand nebenan zeigt die Österreichische Firma Organoid Technologies, wie man sich die Natur, die man als vielbeschäftigter Manager ja nur noch am Wochenende oder im Urlaub zu Gesicht bekommt, an den Arbeitsplatz holen kann. Diese Wände können etwas ganz Besonderes...

(Foto: Carina Kontio)
Hmm, was duftet hier nach Kakao?
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Richtig, diese Wand macht Hunger. Ich hätte damit ja Probleme, wenn ich zehn Stunden lang in einem Büro sitzen müsste, das die ganze Zeit latent nach Schokolade riecht... dann lieber doch eine andere Variante, denn die Idee an sich gefällt mir sehr gut.

(Foto: Carina Kontio)
Befreit die Seele, macht klare Gedanken
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Mein Favorit, neben der Almheuwand, ist die hier mit Lavendel: Das Kraut soll ja gegen die verschiedensten Leiden helfen. Was man so liest, ist, dass es eine befreiende Wirkung auf unsere Seele hat, klare Gedanken verleiht und dabei hilft, abzuschalten – wer kann das nicht gebrauchen? Ich stelle sofort einen Beschaffungsantrag und nein, ich bekomme vom Hersteller kein Geld dafür, dass ich das schreibe.

(Foto: Carina Kontio)
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