Nach abgesagtem Pilotenstreik Lufthansa fliegt Normalbetrieb

Nach der kurzfristigen Absage des Pilotenstreiks fliegt die Lufthansa bis auf einige Ausnahmen wie gewohnt. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit will noch in dieser Woche mit der Airline verhandeln.
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Die Flieger der Lufthansa starten nach dem abgesagtem Pilotenstreik wie gewohnt. Quelle: dpa

Die Flieger der Lufthansa starten nach dem abgesagtem Pilotenstreik wie gewohnt.

(Foto: dpa)

Frankfurt/MainDie Lufthansa ist nach dem kurzfristig abgesagten Pilotenstreik ohne Probleme in den Dienstag gestartet. „Wir fliegen den normalen Flugplan“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens in Frankfurt. Einzige Ausnahme seien sieben Interkontinentalflüge, die noch unter dem Eindruck der Streikdrohung auf den Morgen vorverlegt worden waren. Eine erneute Verlegung wäre für die bereits informierten Passagiere zu kompliziert geworden, begründete Lufthansa die Abweichung vom Normalbetrieb.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte am Montagabend überraschend den für Dienstag geplanten achtstündigen Streik am Frankfurter Flughafen abgesagt. Cockpit begründete die Streikabsage am Montagabend damit, neue Gespräche mit der Airline anzupeilen. Allerdings hatte Lufthansa vorher angekündigt, sämtliche vom Streik bedrohten Überseeflüge durchführen zu können. Die VC-Aktion wäre damit ins Leere gelaufen. In dem Tarifkonflikt geht es um Regelungen zum Vorruhestand der Piloten.

VC-Sprecher Jörg Handwerg sprach von einem „modifizierten Angebot“ der Lufthansa zum Vorruhestand der Piloten. Dieses sei „diskussionswürdig“. Die Tarifkommission der Pilotengewerkschaft habe für Donnerstag und Freitag neue Gesprächstermine angeboten. „Es gibt jetzt Gesprächsbedarf“, sagte der VC-Sprecher. Streiks kämen erst wieder in Frage, wenn die Verhandlungen nicht zu einem Ergebnis führten.

Lufthansa wich von grundsätzlichen Forderungen nicht ab

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Die Auszeichnung für die Airline des Jahres von Skytrax basiert auf einer Umfrage unter Fluggästen, an der sich zwischen August 2013 und Mai 2014 18,85 Millionen Passagiere beteiligt haben. Mehr als 245 Airlines aus mehr als 105 Ländern wurden so bewertet. Die „Skytrax World Airline Awards“ gelten als angesehenste Auszeichnung in der Luftfahrtbranche. Auf ähnlichen Wegen kommt auch die Sterne-Bewertung von Skytrax zustande. Die Topwertung von fünf Sternen erreichen dabei aktuell nur die oben abgebildeten sechs Airlines. Die Lufthansa hat sich zum Ziel gemacht, zu der aktuellen Wertung von vier Sternen noch den einen fehlenden hinzuzufügen.

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Platz 12: Eva Air
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Die taiwanesische Eva Air besitzt bei Skytrax bereits eine Vier-Sterne-Wertung. Besonders der Service des Kabinenpersonals wird gut bewertet: So wird unter anderem die Effizienz des Service und das Beantworten von Nachfragen sogar mit fünf Sternen belohnt. In Europa fliegt Eva Air - hier im Bild eine Maschine um „Hello Kitty“-Design - Wien, Amsterdam, Paris und London an.

Platz 11: Qantas Airways
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Qantas Airways ist die größte australische Airline. Die Vier-Sterne-Airline punktet unter anderem durch besondere Beinfreiheit in der ersten Klasse und die gut ausgestatteten Waschräume. Finanziell befindet sich die Airline allerdings in Schieflage, die australische Regierung hatte eine Beteiligung bereits ausgeschlossen. Im Vorjahresvergleich verliert Qantas einen Platz und rutscht aus den Top Ten.

Platz 10: Lufthansa
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Die Lufthansa wird von Skytrax noch mit vier Sternen bewertet, die größte deutsche Airline strebt nun aber den fünften Stern an. Die Erste Klasse erreicht bereits fast durchweg Topbewertungen, auch der Online-Auftritt samt Check-in auf der Website sind top. In der Abstimmung der Passagiere reicht es schon einmal für die Top Ten.

Platz 9: Etihad Airways
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Etihad Airways ist die Fluggesellschaft des Emirats Abu Dhabi. Die Araber haben der ums Überleben ringenden Air Berlin bereits mehrmals finanziell unter die Arme gegriffen und sind auch an weiteren Airlines in Europa beteiligt. Etihad wurde erst im Jahr 2003 gegründet. Ständig aufwärts geht es allerdings nicht: Im Vergleich zum Vorjahr büßt die Airline zwei Plätze ein.

Platz 8: Asiana Airlines
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Mit fünf Sternen erfreut sich Asiana Airlines dem Top-Rating von Skytrax. In der ersten Klasse regnet es fast nur Bestnoten, auch das Kabinenpersonal erhält nur Lob. Die südkoreanische Fluggesellschaft fällt dennoch im Vergleich zum Vorjahr um drei Ränge zurück.

Platz 7: Garuda Indonesia
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Garuda Indonesia freut sich aktuell über eine Vier-Sterne-Bewertung von Skytrax. Aktuell verfügt die Fluggesellschaft über eine Flotte von 116 Maschinen, 57 weitere sind bereits bestellt – darunter sind elf Airbus A330. Im Skytrax-Ranking geht es einen Platz nach oben.

Lufthansa hatte am Montag nach eigener Darstellung ein „konkretisiertes“ Angebot insbesondere zu den Übergangsregeln in den Vorruhestand öffentlich vorgestellt. „Es ist kein neues Angebot“, erklärte ein Lufthansa-Sprecher am Dienstag erneut. Von ihren grundsätzlichen Forderungen nach einem späteren individuellen Eintritt (60 statt 55 Jahre) sowie einer Anhebung des durchschnittlichen Eintrittsalters (von 58 auf 61 Jahre) wich die Lufthansa laut ihrer Mitteilung aber nicht ab.

Handwerg sprach hingegen von Verbesserungen. Es sei nun klar, dass auch jüngere, bereits eingestellte Kollegen im Einzelfall vor 60 in den Vorruhestand gehen könnten. Für Berufseinsteiger sei Lufthansa nun zu Verhandlungen bereit.

Die Fluggesellschaft verlangte eine gesetzliche Bündelung von Tarifverhandlungen in volkswirtschaftlich sensiblen Verkehrsbereichen. „Wir respektieren natürlich das Streikrecht“, sagte Passage-Vorstand Karl Ulrich Garnadt der „Rheinischen Post“. „Es gibt aber in der Verkehrswirtschaft Bereiche, die so sensibel sind, dass Streiks dort der gesamten Volkswirtschaft massiv schaden.“

Seit April hat die VC in vier Streikwellen bei Lufthansa und ihrer Tochter Germanwings bewirkt, dass rund 4300 Flüge ausfielen, die Reisepläne von über 480 000 Menschen durcheinandergebracht und dem Unternehmen Millionenverluste zugefügt wurden. Die fünfte Welle, der 40 Interkontinentalflüge zum Opfer fallen sollten, wurde abgesagt.

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