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Nach Drohnen-Abschuss Mehrere Airlines umfliegen den Luftraum über dem Persischen Golf – auch die Lufthansa

Nach dem Drohnen-Abschuss haben mehrere Fluggesellschaften angekündigt, den Luftraum über der Straße von Hormus zu meiden. Am Persischen Golf sind große Airlines beheimatet.
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Die Fluggesellschaft will auch angrenzende Landgebiete des Persischen Golfs vorerst nicht mehr überfliegen. Quelle: dpa
Lufthansa-Maschinen

Die Fluggesellschaft will auch angrenzende Landgebiete des Persischen Golfs vorerst nicht mehr überfliegen.

(Foto: dpa)

Nach dem Abschuss einer US-Drohne durch den Iran haben zahlreiche Fluggesellschaften aus aller Welt angekündigt, den Luftraum über dem Persischen Golf zu umfliegen. Die US-Luftfahrtbehörde FAA warnte, dass Passagiermaschinen in dem Konflikt für Militärflugzeuge gehalten werden könnten und verhängte für Teile der Region ein Flugverbot für alle in den USA registrierten Flugzeugen. Daraufhin kündigten British Airways, die niederländische KLM und die australische Qantas am Freitag an, die Straße von Hormus nicht mehr zu überfliegen.

Die Deutsche Lufthansa teilte mit, auch angrenzende Landgebiete nicht mehr zu überfliegen, nachdem ihre Flugzeuge schon am Donnerstag der Meerenge und dem Golf von Oman fern geblieben seien. Die iranische Hauptstadt Teheran fliegt die Lufthansa aber weiter an.

Der Iran hatte am Donnerstag eine Drohne des US-Militärs mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Die FAA warnte, es gebe „erhöhte militärische Aktivitäten und gestiegene politische Spannungen in der Region, die für die US-Zivilluftfahrt das Risiko eines Versehens und Potenzial für Fehleinschätzung und falsche Identifizierung“ beinhalteten. Wie groß das Risiko sei, zeige sich dadurch, dass die Drohne nahe ziviler Luftfahrouten abgeschossen worden sei.

Die Beratungsfirma OPSGROUP betrachtete das FAA-Verbot als gerechtfertigt. „Die Gefahr des Abschusses eines zivilen Flugzeugs im südlichen Iran ist real“, warnte sie. Das iranische Waffensystem, das die Drohne abgeschossen habe, sei vergleichbar mit dem russischen Buk-System, mit dem 2014 über der Ukraine ein Flugzeug von Malaysia Airlines abgeschossen wurde.

Alle 298 Insassen kamen damals ums Leben. „Ein Fehler in diesem System könnte dazu führen, dass es ein anderes Ziel in der Nähe findet – ein weiterer Grund, nirgendwo in der Nähe dieses Teils der Straße von Hormus zu sein“, warnte die Firma.

Am Persischen Golf sind mehrere große Fluggesellschaften beheimatet. Etihad teilte mit, die FAA-Anweisung sorgfältig zu prüfen und dann über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Emirates und Qatar Airways reagierten zunächst nicht auf Kommentaranfragen.

Mehr: Der Iran schießt eine US-Drohne ab, und Donald Trump sorgt mit einem Tweet für noch mehr Anspannung. Die Folge: Die Preise für Rohöl steigen deutlich.

  • ap
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