Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Nach Flugzeugabsturz Ethiopian Airlines und Qatar Airways stellen sich hinter Boeing

Trotz Startverbot und behördlichen Ermittlungen halten Ethiopian Airlines und Qatar Airways an Boeing fest – im Gegensatz zu anderen Fluggesellschaften.
Kommentieren
Bislang sind die Ursachen für die Abstürze der Boeing nicht vollständig geklärt. Quelle: AP
Eine Boeing 737 MAX

Bislang sind die Ursachen für die Abstürze der Boeing nicht vollständig geklärt.

(Foto: AP)

DüsseldorfNach dem Absturz einer Boeing-Maschine in Äthiopien hat Ethiopian Airlines dem US-Flugzeugbauer Unterstützung zugesagt. „Lasst mich ganz klar sagen: Ethiopian Airlines glaubt an Boeing“, teilte der Chef der Fluggesellschaft, Tewolde GebreMariam, am Montag mit. Trotz der Tragödie würden die beiden Unternehmen auch künftig weiter verbunden sein. Tewolde fügte hinzu, dass man mit Boeing und anderen zusammenarbeiten werde, damit das Fliegen sicherer werde.

Auch die Fluggesellschaft Qatar Airways bleibt dem US-Flugzeugbauer treu. „Wir haben Vertrauen in die Boeing-Flugzeuge und sind sicher, dass sie das Problem finden werden“, sagte Konzernchef Akbar al-Baker in Maskat, der Hauptstadt des Oman, am Montag. „Ich bin mir sicher, dass das Flugzeug bald wieder in den Himmel steigen wird.“ Der Manager kündigte allerdings an, die Auslieferung eines bestellten MAX-Jets im April zu verschieben, bis die Ursache des Absturzes bekannt sei.

Ethiopian-Airlines Chef Tewolde wiederholte derweil, dass die Piloten von Ethiopian Airlines ausreichend für das Fliegen mit der Unglücksmaschine Boeing 737 Max 8 geschult gewesen seien. Die Fluggesellschaft sei die einzige in Afrika und eine der wenigen auf der Welt, die einen vollständigen Flugsimulator für die Boeing 737 Max habe.

Ursachenforschung steht noch aus

Einige Medien, darunter die „New York Times“, hatten zuvor berichtet, der Pilot der Absturzmaschine soll kein Training oder kein ausreichendes Training am Flugsimulator für die Boeing 737 Max 8 absolviert haben. Binnen weniger Monate waren zwei Maschinen des Typs Boeing 737 Max 8 in Indonesien und Äthiopien abgestürzt.

Am 10. März war eine Boeing-Maschine des Typs 737 Max im Dienst von Ethiopian Airlines abgestürzt, im Herbst hatte es die indonesische Lion Air getroffen. Bislang sind die Ursachen nicht geklärt. Doch nach ersten Erkenntnissen über Gemeinsamkeiten beider Abstürze ist das Flugkontrollsystem MCAS und das damit verbundene Training der Piloten in den Mittelpunkt der Ermittlungen gerückt.

Das MCAS soll bei zu steilem Flugwinkel einen Strömungsabriss verhindern, indem es automatisch die Nase der Maschine absenkt. Bei beiden Abstürzen kämpften die Piloten vergeblich darum, einen ungewollten Sinkflug ihrer Maschinen zu verhindern.Dabei kamen insgesamt 346 Menschen ums Leben.

Bis zur genauen Klärung der Ursachen wurde ein Startverbot für die Serie 737 Max angeordnet. Erste Auswertungen von Daten hatten ergeben, dass es bei den Abstürzen Ähnlichkeiten gegeben haben könnte. In etlichen Ländern bleiben die entsprechenden Maschinen des Airbus-Rivalen am Boden.

Boeing selbst empfahl seinen Kunden, mit den rund 350 betriebenen Maschinen vorerst nicht abzuheben. Zuvor hatten nationale Behörden weltweit Startverbote für das Flugzeugmodell verhängt, das erst seit 2017 am Markt ist. Die Auslieferungen der 737 Max wurden gestoppt. Die EU und Kanada kündigten an, die Jets erst wieder abheben zu lassen, nachdem sie sich selbst von der Sicherheit überzeugt haben.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Nach Flugzeugabsturz - Ethiopian Airlines und Qatar Airways stellen sich hinter Boeing

0 Kommentare zu "Nach Flugzeugabsturz : Ethiopian Airlines und Qatar Airways stellen sich hinter Boeing "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.