Nach Hapag-Lloyd-Fusion Investor Kühne sucht weiteren Partner

Auch nach der Fusion mit CSAV ist die Reederei Hapag Lloyd noch deutlich kleiner als die größeren Konkurrenten - deshalb sucht der Anteilseigner Klaus-Michael Kühne nach weiteren Partnern.
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Die Flotte von Hamburgs Super-Reederei
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Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd fusioniert mit der chilenischen Gesellschaft CSAV. Das neue Unternehmen wird zur Nummer vier der globalen Contianer-Transporteure. Die Stadt Hamburg hält nach dem Zusammenschluss mehr als ein Viertel an dem Konzern.

Die Flotte der der neuen Hapag-Lloyd wird 221 Containerschiffe umfassen. Den Großteil davon – genau genommen 152 Schiffe – bringen die Hamburger in das neue Gemeinschaftsunternehmen ein. Die größten Schiffe in der Hapag-Flotte sind die Exemplare der Hamburg-Express-Klasse. Das namensgebende Schiff, die Hamburg Express, ist 366 Meter lang und 48 Meter breit.

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Schiffe dieser Klasse können bis zu 13.169 Standardcontainer laden. Erst seit 2012 ist die Hamburg Express in Betrieb – die Schwesterschiffe sind noch jünger. Somit zählen die neun Schiffe dieser Klasse mit ihrer Kapazität von mehr als 10.000 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit, zu deutsch Standardcontainer) nicht nur zu den größten, sondern auch zu den modernsten Containerschiffen der Hapag-Lloyd.

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Etwas kleiner sind die Schiffe der Colombo-Express-Klasse, hier die Chicago Express im Bild. Die Schiffe können maximal 8.749 Standardcontainer laden und kommen damit nur auf rund zwei Drittel der Kapazität der Hamburg-Express-Klasse.

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Auch die Hanover Express ist einer der acht Abkömmlinge der Colombo-Express-Klasse. Das 2007 gebaute Schiff ist 335 Meter lang und 42 Meter breit. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Knoten sind die Colombo-Schiffe auch etwas langsamer als die großen Hamburg-Schiffe. Die kommen auf bis zu 23,6 Knoten.

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Hapag-Lloyd besitzt zwar alle Schiffe der Colombo-Express-Klasse, betreibt aber nicht alle: Die Bremen Express befindet sich derzeit in der Obhut von OOCL Logistics aus Hong Kong.

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Die drei Schiffe der Prague-Express-Klasse (im Bild die Sofia Express) sind quasi eine moderne Version der zwischen 2006 und 2008 gebauten Colombo-Express-Klasse. Sie fassen ebenfalls 8.749 Standardcontainer und haben auch ähnliche Abmessungen (335 Meter lang, 42 Meter breit). Dank stärkerer Maschinen (70.000 PS statt 47.000 PS) bringen es die moderneren Schiffe auf 23,5 Knoten Höchstgeschwindigkeit.

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Ebenfalls 8.749 TEU fassen die drei Schiffe der Nagoya-Express-Klasse. Alle drei Klassen zusammengerechnet verfügt Hapag-Lloyd über 14 Schiffe in dieser Größenordnung.

HamburgHapag-Lloyd-Anteilseigner Klaus-Michael Kühne ist nach der beschlossenen Fusion der Hamburger Reederei mit der chilenischen Reederei CSAV an weiteren Partnern interessiert. Der Abstand zu den drei anderen Großreedereien Maersk, MSC und CMA CGM bleibe auch nach der Fusion noch sehr groß, sagte Kühne der „Welt am Sonntag“. „Deshalb sollte später noch ein weiterer Partner hinzukommen.“ Sein Wunschpartner, die Reederei NOL aus Singapur, sei bislang dazu aber nicht bereit.

Eher zurückhaltend sah Kühne im Interview mit der „WamS“ die künftige Entwicklung in der Transportwirtschaft. Die Boomzeiten seien vorbei, die Globalisierung habe wahrscheinlich ihren Höhepunkt überschritten. „Natürlich trifft das auch den Transport, vor allem in der Schifffahrt. Die Containerisierung hat einen hohen Sättigungsgrad erreicht. Heute gibt es kaum mehr neue Güter, die in Container umgeladen werden können“, sagte Kühne der Zeitung.

Positiv beurteilte Kühne vor diesem Hintergrund die am 16. April unterzeichnete Fusion zwischen Hapag-Lloyd und CSAV. „Die Chance, dass CSAV und Hapag-Lloyd in der Containerschifffahrt mehr Erfolg haben, ist groß.“

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  • dpa
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