Nach Hitze-Chaos Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Bahn

Das Hitze-Chaos im Sommer könnte für die Bahn noch ein unangenehmes Nachspiel haben. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen die Vorstand des Unternehmens. Für die Bahn nach eigener Aussage kein Problem.
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Ein Bild aus dem Juli dieses Jahres: Eine in einem ICE kollabierte Schülerin wird von Rettungskräften versorgt. Quelle: dpa

Ein Bild aus dem Juli dieses Jahres: Eine in einem ICE kollabierte Schülerin wird von Rettungskräften versorgt.

(Foto: dpa)

HB BERLIN. Nach dem Hitze-Chaos im Sommer in mehr als 50 Fernzügen der Deutschen Bahn ermittelt die Berliner Staatsanwaltschaft gegen den Konzernvorstand. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag auf dapd-Anfrage und bestätigte damit einen Bericht des „Westfalen-Blatts“. Dem Vorstand werde fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Es werde geprüft, ob die Vorstandsmitglieder von vorneherein Kenntnis von den schlecht funktionierenden Klimaanlagen in den ICEs hatten.

Der Staatsanwaltschaft lägen „eine Handvoll“ Strafanzeigen betroffener Reisender vor, die zur Aufnahme der Ermittlungen geführt hätten, sagte der Sprecher.

Dem Blatt zufolge wird damit in insgesamt vier Verfahren unter anderem gegen Zugchefs und -begleiter wegen fahrlässiger Körperverletzung, unterlassener Hilfeleistung und Freiheitsberaubung ermittelt. Es gebe Hinweise, dass Türen trotz überhitzter Züge und kollabierender Fahrgäste nicht geöffnet worden seien. Ein DB-Sprecher sagte zu der Meldung: „Es laufen schon seit Sommer Ermittlungsverfahren gegen die Bahn. Es ist kein ungewöhnlicher Vorgang, dass sich Ermittlungsverfahren auch gegen die Spitze eines Unternehmens richten.“

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1 Kommentar zu "Nach Hitze-Chaos: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Bahn"

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  • jeder Drogendealer und Gewalttaeter wird von der Staatsanwaltschaft gerne uebersehen. Aber fahrlaessige Koerperverletzung weil die Schweissperlen von der Stirn tropften. Hoffen einige auf ein Stella-Liebeck-Urteil?

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