Nach Insolvenz Handelsblatt-Aufruf: Schicken Sie Schlecker-Fotos!

Bald jährt sich die Schlecker-Insolvenz zum ersten Mal. Wir brauchen Ihre Bilder. Wie sehen die Filialen mittlerweile aus? Gibt es neues Leben, lässt sich „kreative Zerstörung“ nachweisen. Oder dominiert Trostlosigkeit?
Update: 04.01.2013 - 17:22 Uhr 6 Kommentare

"How to" - So werden Sie Teil der großen Schlecker-Recherche

DüsseldorfUpdate 21. Januar 2013: Mehr als 500 Bilder sind eingegangen und eingetragen. Herzlichen Dank! Wir hatten bis zum 13. Januar offiziell gesammelt, werden aber auch neuere Bilder nach und nach in die Karte einarbeiten, wenn Sie noch welche schicken. Die Auswertung der Aktion ist abgeschlossen und Sie finden Sie hier.

Die Handelsblatt-Redaktion wagt ein Experiment. Wir wollen eine Bestandsaufnahme möglichst aller Schlecker-Filialen ein Jahr nach dem Insolvenzantrag auf die Beine stellen und brauchen dazu Ihre aktuellen Fotos der Geschäfte. Werden Sie zum Fotojäger, ausgerüstet mit Handy oder Kamera. Helfen Sie uns, die heilenden und zerstörerischen Seiten einer Firmenpleite aufzuzeigen. Und gewinnen Sie eine Armbanduhr im Wert von über 250 Euro.

„Crowdsourcing“ ist der englische Fachausdruck für diese Form der Beteiligung. Vielen einzelnen gelingt gemeinsam das, was einem einzelnen oder einen kleinen Redaktion nicht glücken kann.

Über das Netzwerk von 7000 Filialen alleine in Deutschland hatte Firmen-Patriarch Anton Schlecker irgendwann den Überblick verloren. Jahrelang war die Drogeriemarkt-Kette damit erfolgreich, immer schneller, immer mehr Geschäfte zu eröffnen. Doch als die Kunden anfingen wegzubleiben, sich bei Konkurrenten wie dm oder Rossmann wohler fühlten, da ging es bergab mit dem Handelsunternehmen. Zunächst schloss Schlecker panisch Filialen, doch auch das half nicht. Fast 6000 Schlecker-Geschäfte gab es, als die Firma im Januar 2012 Insolvenz anmeldete.

Filialen eingrenzen
PLZ beginnt mit:

Handelsblatt Online startet eine Bestandsaufnahme mit Ihrer Hilfe. Wir wollen überprüfen, wie sich die Theorie der „kreativen Zerstörung“ des Ökonomen Joseph Schumpeter in der Praxis darstellt. Schumpeter sagt: Alte Wirtschaftsstrukturen gehen zugrunde, um neuen Platz zu machen. Diese Entwicklung sei zentraler Bestandteil der Wirtschaftsordnung.

Was ist also fast ein Jahr nach der Insolvenz aus dem Schlecker-Filialnetz geworden? Über ganz Deutschland waren die Läden verteilt, von Flensburg bis Freiburg, von kleinen Ortschaften bis in die Großstädte. Wir brauchen Ihre Hilfe, um eine Bestandsaufnahme zu machen.

Schicken Sie uns Fotos von ehemaligen Schlecker-Filialen, ganz egal ob dort neues Leben eingehaucht wurde oder die Fassaden trostlos verkleidet ist. Schreiben Sie auch gern ein paar Zeilen dazu, was es mit der Filiale auf sich hat.

Falls Sie nicht mehr wissen, wo in Ihrer Nähe eine Schlecker-Filiale war, gibt es zwei Möglichkeiten. Sie können auf unserer Karte nachschlagen. Dort sehen Sie auch, zu welcher Filiale wir bereits Bilder zusammengetragen haben.

Was aus den Schlecker-Filialen wird
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Bald jährt sich die Schlecker-Insolvenz zum ersten Mal. Wir brauchen Ihre Bilder. Wie sehen die Filialen mittlerweile aus? Gibt es neues Leben, lässt sich „kreative Zerstörung“ nachweisen. Oder dominiert Trostlosigkeit? Suchen Sie auf unserer Karte, wo ein Geschäft war und schicken Sie uns ein Bild an schlecker@handelsblatt.com oder laden Sie es über Twitter, Instagram oder Flickr hoch – versehen mit der Filialnummer aus der Karte und dem Schlagwort #schleckerHB.

Schauen Sie sich ein paar Beispiele an, die Handelsblatt-Online-Leser bereits eingesandt haben. Ein Bio-Laden ist etwa in Lindau am Bodensee in die ehemalige Schlecker-Filiale eingezogen.

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Dieses Bild ist uns bereits ans Herz gewachsen. Leser Benedikt M. hat eine Filiale in Ehingen, der Heimatstadt von Schlecker, fotografiert. Heute ist dort eine Filiale der Bekleidungsfirma Gerry Weber eingezogen. Dieses Bild und alle weiteren finden Sie auch auf unserer Karte.

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Ein Matratzen-Outlet als Nachmieter hat Leser Michael M. im baden-württembergischen Pfinztal entdeckt.

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Gastronomie statt Drogerie heißt es in Hohberg, ebenfalls in Baden-Württemberg. Die Badische Zeitung berichtete über diese Filiale. Auch das Geschäft finden Sie auf unserer Übersichtskarte.

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In Dransfeld bei Göttingen hat sich Schlecker ebenfalls nicht halten können – stattdessen wirbt dort ein Schnäppchenmarkt um Kunden. Eingeschickt hat das besondere Foto Leser Klaus Peter Wittemann.

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Gleich ein ganzes Bilder-Paket hat Leser Claus K. abgeliefert. Er ist über die Insel Fehmarn gefahren und hat die ehemals drei Filialen abgeklappert. In einer findet sich jetzt „Ihr Kaufmann Ilka Stoelk“.

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Ein Segelmacher baut laut Leser Claus K. eine weitere Ex-Schlecker-Filiale auf Fehmarn um. Alle Filialen finden Sie auch auf unserer Karte.

Alternativ können Sie in unserer Liste nachschlagen. Wir haben die Übersicht der Filialen, wie sie der Insolvenzverwalter veröffentlicht hatte, für Sie nach Postleitzahlen sortiert. Dort finden Sie auch eine laufende Nummer zu jeder Filiale, die Sie am besten mit Ihren Bildern mitschicken, um sie zweifelsfrei zuordnen zu können.

Sobald wir Bilder zu einzelnen Filialen eingesammelt haben, werden wir das auf der Karte vermerken. So können Sie sich auf Fotojagd zu einem noch nicht abgelichteten Geschäft machen.

Sie haben mehrere Möglichkeiten uns Ihre Fotos zukommen zu lassen:

  • per E-Mail an schlecker@handelsblatt.com (Bitte denken Sie daran, die Filialnummer und/oder genaue Anschrift mitzuschicken bzw. das Bild mit GPS-Informationen zu versehen)

  • per Hochladen auf einen der gängigen Bilderdienste wie Instagram oder Flickr. Bitte versehen Sie Ihr Bild mit dem Schlagwort #SchleckerHB, der laufenden Nummer und/oder genauer Adresse und/oder GPS-Informationen

„Dr. House“-Uhr von Kronsegler für einen Leser. Quelle: Kronsegler

„Dr. House“-Uhr von Kronsegler für einen Leser.

(Foto: Kronsegler)

Mit der Einsendung erklären Sie sich zur Nutzung der Bilder in einer künftigen Berichterstattung von Handelsblatt Online einverstanden.                               

Auch wenn wir bereits ein Bild einer bestimmten Filiale bereits erhalten haben, halten Sie sich bitte nicht zurück. Wir freuen uns über jede Einsendung. Unter allen Teilnehmer verlosen wir eine Armbanduhr im Wert von über 250 Euro. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.

Mit Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte ebenfalls an schlecker@handelsblatt.com

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6 Kommentare zu "Nach Insolvenz: Handelsblatt-Aufruf: Schicken Sie Schlecker-Fotos!"

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  • Hallo!

    Eine Frage, nachdem ich bereits eine Vielzahl an Fotos übermittelt habe - ich finde es übrigens spannend zu sehen, was aus den Filialen geworden ist und wo sie ihren Standort hatten.

    Nehmen Sie die Fotos noch auf? Das Update ist vom 10.12. und mein letzter Fotoupload ist noch nicht vermerkt.
    Wann ist die Aktion beendet?!

    Gruß.

  • Wolfsfreunds Mißbilligung ist generell nachvollziehbar. Bei diesem konkreten Experiment würde ich allerdings hinterfragen, ob eine so umfangreiche Recherche auf regulärem Wege überhaupt in einem Verhältnis zum erwarteten Nutzen gestanden hätte. Tausende von Filialen abklappern für einen lumpigen Artikel? Dann wäre das Thema doch eher komplett unter den Tisch gefallen. So schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Einmalige Datenbasis, Einbindung der Leser - und für journalistische Einordnung und schickes Aufmacherbild kann man ja immer noch Profis beauftragen.

    Was sagt die Redaktion eigentlich: Zerstört man die Branche mit derlei Aktionen oder erreicht man zusätzliche Erkenntnisse durch "menschliche Messfühler"? Und wie will man die Leute da draußen auf Dauer bei Laune halten?

  • Das ist ein klarer Beweis, dass sich Menschen unter einer geschickten Idee sehr primitiv motivieren lassen.

  • Das sind Aktionen, die ich als Berufsphotograph zutiefst mißbillige. So erhält man Bildmaterial für lau, für das auf regulärem Weg zigtausend Euro bezahlt werden müßten.
    Allerdings gehören immer zwei dazu, einer, der so eine "Aktion" ausschreibt und einer, der drauf eingeht...
    Wie auch immer, wer meine Bilder nutzen will, zahlt die marktüblichen Lizenzen nach Auflage, Reichweite und Nutzungsumfang (nix royalty free!) und fertig...

  • Schöner Weg, Geld zu sparen, nicht wahr liebes Handelsblatt?! Und dann nächstes mal wieder hundert vor HJunger heulende Urheber auffahren, denen Ihre Nutzungsrechte einfach gestohlen wurden! Na sowas! Hoffentlich vergesst Ihr nicht, von Euren hochbezahlten Anwälten noch eine Übertragung der Nutzungsrechte irgendwo ins Kleingedruckte setzen zu lassen....

  • EINE Armbanduhr für alle? Der Boulevard zahlt seinen "Lesserreportern" ja noch 50 Euro pro Stück. Das ist in dem Fall zwar unrealistisch, aber das ist doch ein bisschen wenig des Guten.

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