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Nach Japan-Katastrophe Lufthansa landet nur knapp im Plus

Wegen der Japan-Katastrophe und den Unruhen in Afrika bleibt die Lufthansa hinter den Erwartungen zurück. Das Unternehmen schafft es nur knapp in die schwarzen Zahlen. Trotzdem bleiben die Jahresziele bestehen.  
27.07.2011 Update: 27.07.2011 - 19:21 Uhr Kommentieren
Die Lufthansa mit ihren Gewinnzahlen erstmal am Boden. Quelle: dapd

Die Lufthansa mit ihren Gewinnzahlen erstmal am Boden.

(Foto: dapd)

Frankfurt Die Lufthansa hat es wegen der Atomkatastrophe in Japan und den Unruhen in Nordafrika im ersten Halbjahr nur knapp in die schwarzen Zahlen geschafft. Der operative Gewinn liege bei drei Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 171 Millionen Euro angefallen - allerdings hatte damals die Aschewolke den Flugverkehr tagelang gelähmt, zudem streikten die Piloten.

Dabei ist die Lage der Luftfahrtbranche eigentlich gar nicht so schlecht. Nach dem Abebben der Finanzkrise buchen Manger wieder fleißig teure Business-Class-Flüge, und auch die Ferienstrecken Richtung Süden sind gut nachgefragt. Im ersten Halbjahr verzeichnete der Lufthansa-Konzern - zu dem neben Lufthansa die Gesellschaften Swiss, Austrian, bmi und Germanwings gehören - ein dickes Passagierplus. Insgesamt stieg die Zahl der Fluggäste um zehn Prozent auf 50,2 Millionen, wie vor zwei Wochen mitgeteilt wurde. Das zeigt sich nun in der Erlösentwicklung: Der Lufthansa-Konzernumsatz zog in der ersten Jahreshälfte um elf Prozent auf 14,1 Milliarden Euro an.

Im Gesamtjahr strebt die Lufthansa weiterhin einen operativen Gewinn und Umsatz über dem Vorjahresniveau an. Konzernweit verbuchte Lufthansa 2010 mit ihren gut 117.000 Mitarbeitern bei einem Umsatz von 27,3 Milliarden Euro einen operativen Gewinn von 876 Millionen. Ihren vollständigen Quartalsbericht will die Lufthansa am Donnerstag vorlegen.

Mitte des Monats hatte Finanzchef Stephan Gemkow die Belastungen wegen der Atomkatastrophe in Japan und der Unruhen in Nordafrika auf mehr als 100 Millionen Euro von zuvor 40 Millionen Euro nach oben korrigiert. Damit der Gewinn nicht noch weiter leidet, will die Kranich-Linie nach früheren Angaben die Kosten um insgesamt 350 Millionen Euro in diesem Jahr drücken.

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    Das ist auch nötig, um die Folgen der stark schwankenden Kerosinpreise abzufedern. So musste die US-Branchengröße Delta Air Lines im abgelaufenen Quartal ein Drittel mehr für Kerosin berappen - der Überschuss brach ein. Die umsatzstärkste europäische Airline Air France-KLM flog im gleichen Zeitraum sogar einen Verlust von 212 Millionen Euro ein.

    • rtr
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