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Nach Streik Lufthansa und Gewerkschaft beschließen Schlichtungsverfahren

Die Lufthansa und die Kabinengewerkschaft Ufo haben ein Schlichtungsabkommen unterzeichnet. In den kommenden Wochen wird es somit keine weiteren Streiks geben. Doch wer die Schlichtung leiten soll, ist noch offen.
12.09.2012 Update: 12.09.2012 - 15:26 Uhr Kommentieren
Das Schlichtungsabkommen ist unterzeichnet, weitere Streiks wird es vorerst nicht geben. Quelle: dapd

Das Schlichtungsabkommen ist unterzeichnet, weitere Streiks wird es vorerst nicht geben.

(Foto: dapd)

Frankfurt Die Fluggäste der Lufthansa müssen sich nach dem Streik der Flugbegleiter für die kommenden Wochen keine Sorgen um ihr Flüge machen. Das Unternehmen und die Kabinengewerkschaft Ufo haben ein Schlichtungsabkommen unterzeichnet, wie ein Lufthansa-Sprecher am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Auf einen Schlichter hätten sich die Konfliktparteien jedoch noch nicht endgültig verständigt. Dies solle "bis Ende der Woche" geschehen, voraussichtlich bis Freitag.
Die Gewerkschaft hatte bereits in den vergangenen Tagen erklärt, bis mindestens Mitte Oktober nicht mehr streiken zu wollen. Lufthansa und die Unabhängige Flugbegleiter Gewerkschaft (UFO) streiten sich unter anderem über die Vergütung, um die es auch in der Schlichtung gehen wird. Strittige Punkte sind daneben der schnellere Aufstieg von Berufseinsteigern in höhere Gehaltsgruppen, aber auch die größere zeitliche Streckung des Aufstiegs von langjährigen Beschäftigen zu einer besseren Bezahlung. Diese Fragen sollen in Gesprächen parallel zur Schlichtung verhandelt werden.

Bereits vergangene Woche hatte die Lufthansa als Zugeständnis an die Gewerkschaft den Verzicht auf Leiharbeit an Bord ihrer Flugzeuge erklärt. Die Airline bietet 3,5 Prozent mehr Gehalt. Die UFO fordert ein Plus von fünf Prozent über 15 Monate. Um Druck auf die Lufthansa zu machen, hatte die UFO in den vergangenen anderthalb Wochen zu drei großen Streiks an verschiedenen Lufthansa-Standorten aufgerufen. Hunderte Flüge fielen aus, es kam zu zahlreichen Verspätungen.

Weitere strittige Fragen etwa zur Einrichtung einer Lufthansa-internen Billigfluglinie sollen in parallelen Gesprächen erörtert werden. Ufo-Chef Nicoley Baublies hatte für die Verhandlungen einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen als „ehrgeizig“ bezeichnet.

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