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Nach Verbot in London Uber-Chef auf diplomatischer Mission

Dem Fahrdienstvermittler Uber droht das baldige Aus in der britischen Hauptstadt. Der neue Konzernchef Dara Khosrowshahi will das verhindern. In der kommenden Woche will er für Verhandlungsgespräche nach London reisen.
29.09.2017 Update: 29.09.2017 - 14:14 Uhr Kommentieren
Uber möchte mit den Londoner Behörden arbeiten, um ein drohendes Aus zu verhindern. Quelle: dpa
Dara Khosrowshahi

Uber möchte mit den Londoner Behörden arbeiten, um ein drohendes Aus zu verhindern.

(Foto: dpa)

London Der neue Uber-Chef Dara Khosrowshahi will das drohende Aus für den Fahrdienst-Vermittler in London in persönlichen Gesprächen abwenden. Khosrowshahi werde in die britische Hauptstadt zu einem Treffen mit dem Chef Nahverkehrsbehörde, Mike Brown, am kommenden Dienstag reisen, kündigte Uber am Freitag an. Der Uber-Chef, der erst vor kurzem den Spitzenjob von dem für seine aggressive Gangart berüchtigten Mitgründer Travis Kalanick übernahm, hatte sich bereits Anfang der Woche für Fehler der Firma entschuldigt.

Die Behörde Transport for London hatte vor einer Woche angekündigt, die zum Monatsende auslaufende Lizenz von Uber werde nicht verlängert. Der US-Start-up agiere verantwortungslos, unter anderem was das Melden von Straftaten und medizischen Kontrollen der Fahrer angehe. Uber hat noch zwei Wochen Zeit, dagegen Widerspruch einzulegen - und wird während des wahrscheinlich monatelangen Berufungsverfahrens weiterfahren können. Uber verwies am Freitag auf Khosrowshahis Ankündigung, man wolle mit den Londoner Behörden arbeiten, um die Situation wieder geradezubiegen.

Die britische Premierministern Theresa May kritisierte den Lizenz-Entzug für Uber unterdessen als „unverhältnismäßig“. In einem Interview mit der BBC sagte sie am Donnerstag, der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan habe „mit einem Federstrich 40 000 Arbeitsplätze in Gefahr gebracht und das Leben von 3,5 Millionen Uber-Nutzern beschädigt“. Selbstverständlich gäbe es Sicherheitsbedenken, aber ein umfassendes Verbot sei unverhältnismäßig. Es müssten gleiche Bedingungen für Uber und die offiziellen Taxis gelten.

Wo Taxifahren wenig kostet – und wo es besonders teuer ist
Taxipreise
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Wer in ein Taxi am Tokioter Flughafen steigt, ist – in der Innenstadt angekommen – schon mal um 170 Euro ärmer. Wo Taxifahren am teuersten, wo es am günstigsten ist, das hat das Online-Autohaus Carspring in einer Studie herausgefunden. Sie legt den Preis für Taxifahrten in 80 Städten weltweit offen. Sich über den ungefähren Fahrpreis zu informieren, kann Abzocke vorbeugen.

Die Rangliste beruht in erster Linie auf dem Preis für eine gewöhnliche Fahrt von drei Kilometern Länge. Die Bildergalerie zeigt die fünf preiswertesten – und die fünf teuersten Taxi-Städte. Auch die deutschen Vertreter tauchen im oberen Drittel auf.

Platz 5: Mexiko-Stadt
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Der Mann auf der Motorhaube mag etwas irritieren, aber der Kult-Käfer von Volkswagen war in der mexikanischen Hauptstadt lange das beliebteste Modell für Taxis. Mittlerweile soll das laut dem Carspring-Index der Nissan Tsuru sein. Mexiko-Stadt ist unter den 80 untersuchten Orten die günstigste Taxi-Stadt Lateinamerikas. 1,36 Euro kostet hier eine drei Kilometer lange Fahrt.

(Foto: Reuters)
Platz 4: Bukarest
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Auf Uber können Kunden in 65 der 80 Städte zurückgreifen. Ende April protestierten Taxifahrer vor dem Regierungsgebäude in Bukarest gegen Online-Fahrdienstleister. Dabei sind normale Taxis schon erschwinglich. Drei Kilometer kosten 1,31 Euro.

(Foto: AP)
Platz 3: Jakarta
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Indonesische Warteschlange: 1,31 Euro müssen Taxi-Kunden für drei Kilometer aufwenden. Toyota-Modelle sind nicht nur in Jakarta hoch im Kurs...

(Foto: Reuters)
Platz 2: Mumbai
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Der Toyota Innova ist das beliebteste Modell unter Mumbais Taxiunternehmern. Schon für 1,24 Euro legt man in der indischen Hafenstadt die Drei-Kilometer-Strecke zurück.

(Foto: Reuters)
Platz 1: Kairo
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In der ägyptischen Hauptstadt kostet die Entfernung bloß 49 Cent. Kairo ist damit die mit Abstand günstigste Stadt für Taxi-Nutzer. Und in noch einer wichtigen Kategorie wird der Geldbeutel der Kunden geschont: Die Fahrt vom Flughafen beläuft sich auf 3,73 Euro. Beim Grundpreis ist Kairo (20 Cent) schlagbar: In Tunis liegt der gerade mal bei 17 Cent.

(Foto: AFP)
Platz 65: Köln
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Deutschland kommt da nicht mit. Für 9,41 Euro käme man in Kairo knapp 60 Kilometer weit, in Köln reicht das Geld nur für drei. Die Rheinländer bieten die Dienstleistung im Vergleich zu den drei anderen deutschen Millionenstädte am preiswertesten an. Die Taxi-Lobby ist stark im Mercedes-Land. Nur in zwei Metropolen ist Uber zugelassen: in Berlin und der teuersten Taxi-Stadt Deutschlands...

(Foto: dpa)

Für Khosrowshahi ist der Streit in London eine Chance, ein neues, freundlicheres Gesicht von Uber nach den erbitterten Konflikten der Kalanick-Ära zu präsentieren. Das von Geldgebern mit bis zu 69 Milliarden Dollar bewertete Start-up hatte sich bei der rasanten internationalen Expansion immer wieder über geltende Regeln hinweggesetzt und mit Behörden und Taxibranche angelegt. Khosrowshahi, der zuvor das Online-Reisebüro Expedia geführt hatte, schlug schon in den vergangenen Tagen einen Ton der Demut ein. Für Uber sei jetzt Zeit, darüber nachzudenken, wie es soweit gekommen sei, schrieb er in einer E-Mail an die Mitarbeiter. „Die Wahrheit ist, dass man für schlechten Ruf einen hohen Preis bezahlt.“

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    Kalanick hatte den Chefposten unter dem Druck von Investoren geräumt, nachdem eine Untersuchung zu Vorwürfen von Sexismus und Diskriminierung massive Missstände bei dem Unternehmen zu Tage gefördert hatte.

    • dpa
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