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Nach Zuwächsen 2010 Immobilienfirma Patrizia hält Geld zusammen

Die Immobilienfirma Patrizia will ihr Geld zusammenhalten. Trotz eines Jahresüberschusses 2010 von 12,8 Millionen Euro gibt es für die Investoren erneut keine Gewinnbeteiligung.
23.03.2011 - 08:42 Uhr Kommentieren
Immobilien in Frankfurt: Auch in der Hessenmetropole hat Patrizia Häuser. Quelle: dpa

Immobilien in Frankfurt: Auch in der Hessenmetropole hat Patrizia Häuser.

(Foto: dpa)
München

Der Immobilienhändler Patrizia hat dank deutlich mehr Wohnungsverkäufen 2010 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Unter dem Strich blieben 6,2 Millionen Euro als Gewinn hängen, nach einem Verlust von 9,5 Millionen im Jahr zuvor, wie der Augsburger Konzern am Mittwoch mitteilte.

Derivate, mit denen sich das Unternehmen auf Jahre niedrige Zinsen sichert, sorgten noch für eine Belastung von 1,6 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es minus 10,4 Millionen. Operativ verdiente Patrizia vor Steuern 12,8 Millionen Euro und erfüllte damit die eigene Prognose.

Dennoch gibt es für die Investoren erneut keine Gewinnbeteiligung, weil Patrizia sein Geld zusammenhalten möchte. Der Vorstand erklärte dies mit den derzeitigen Eigenkapitalanforderungen von Banken bei der Vergabe von Neukrediten. Für dieses Jahr sagt Firmenchef Wolfgang Egger inklusive des zuletzt übernommenen Spezialfondsanbieters LB Immo Invest ein operatives Vorsteuerergebnis von 16 bis 17 Millionen Euro voraus. Dann könne, eine leicht steigende Eigenkapitalquote zusätzlich vorausgesetzt, auch wieder eine Dividende in Höhe von 20 bis 25 Prozent des operativen Gewinns gezahlt werden, so Egger.

Im vergangenen Jahr verkaufte Patrizia gut 1800 Wohn- und Gewerbeeinheiten - ein Plus von 91 Prozent.

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    Vor allem an Profi-Investoren wurde deutlich mehr veräußert als noch in der Wirtschaftskrise 2009. Der Umsatz kletterte daher um 35 Prozent auf 339,6 Millionen Euro. Im Bestand hat Patrizia nun noch 9300 Wohneinheiten. Der Großteil davon entfällt auf München, Köln/Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt und Berlin.

    Patrizia teilte zudem mit, das zum Ende März zur Refinanzierung anstehende Darlehen über 466 Millionen Euro - mehr als die Hälfte aller Verbindlichkeiten - sei bis Ende Juni 2014 verlängert worden.

    • rtr
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