Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Nachhaltigkeit Corona lässt Umsatz mit „Fairtrade“-Produkten sinken

Verbraucher haben im vergangenen Jahr seltener zu „Fairtrade“-Produkten gegriffen. Vor allem bei Textilien mit dem Siegel machte sich Corona bemerkbar.
05.05.2021 - 14:23 Uhr Kommentieren
Erstmals seit 20 Jahren ging 2020 der Umsatz von Waren mit dem „Fairtrade“-Siegel in Deutschland zurück. Quelle: dpa
Fairtrade-Logo

Erstmals seit 20 Jahren ging 2020 der Umsatz von Waren mit dem „Fairtrade“-Siegel in Deutschland zurück.

(Foto: dpa)

Köln Die Corona-Pandemie hat auch beim Absatz fair gehandelter Produkte Spuren hinterlassen. Erstmals seit 20 Jahren ging 2020 der Umsatz von Waren mit dem „Fairtrade“-Siegel in Deutschland zurück, wie der Verein Transfair am Mittwoch berichtete. Für rund 1,95 Milliarden Euro sind demnach im vergangenen Jahr „Fairtrade“-Produkte wie Kaffee, Bananen, Kakao oder Textilien verkauft worden, etwa 5 Prozent weniger als 2019. In den Jahren zuvor hatte Transfair zumeist zweistellige Zuwachsraten gemeldet. Der Verein vergibt an Händler und Produzenten gegen Lizenzgebühren das Recht, das grün-blau-schwarze Logo zu nutzen.

Transfair-Chef Dieter Overath sieht in den Umsatzrückgängen aber nur eine Unterbrechung des Aufwärtstrends für faire Produkte. „Wir werden die Delle nicht nur ausbügeln, wir werden in diesem Jahr ein klares Plus hinbekommen“, sagte er bei einer Online-Pressekonferenz. Das habe sich schon in den ersten Monaten des laufenden Jahres gezeigt.

Deutlich gesunken ist im vergangenen Jahr durch die zeitweise Schließung von Modegeschäften der Verkauf von Textilien. Rund 15,5 Millionen Kleidungsstücke und andere Textilien mit „Fairtrade“-Siegel wurden verkauft, 30 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Auch bei Bananen gab es ein kräftiges Minus. Verkauft wurden noch 112.000 Tonnen, 14 Prozent weniger als 2019. Der Grund sei der massive Preiskampf in den Supermärkten.

Verbraucher geben im Schnitt rund 23 Euro im Jahr für „Fairtrade“-Produkte aus

Dagegen hat der Absatz von Kaffee um 6 Prozent auf 24.000 Tonnen zugelegt. Fair gehandelter Kaffee habe damit in Deutschland einen Marktanteil von 5 Prozent, sagte Overath. Während der Verkauf über den Einzelhandel um 17 Prozent stieg, gab es im Außer-Haus-Bereich ein Minus von 34 Prozent, weil unter anderem Betriebskantinen und Universitätsmensen geschlossen waren.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Der faire Handel hat in Deutschland in den vergangenen Jahren regelmäßig zugelegt. Er macht aber weiterhin nur einen geringen Anteil am gesamten Handelsumsatz aus. Laut Transfair haben die Verbraucher im vergangenen Jahr im Schnitt rund 23 Euro für „Fairtrade“-Produkte ausgegeben. Es gibt mehrere Siegel für Produkte, deren Anbieter Wert auf gerechte Löhne und bessere Arbeitsbedingungen legen. „Fairtrade“ ist das mit Abstand verbreitetste.

    Mehr: Kaffee trinken und Gutes tun: Bean United findet neuen Förderprojekt-Partner

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Nachhaltigkeit - Corona lässt Umsatz mit „Fairtrade“-Produkten sinken
    0 Kommentare zu "Nachhaltigkeit: Corona lässt Umsatz mit „Fairtrade“-Produkten sinken"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%